Unser Dorf

Als Bürgermeister
und auch im Namen des Gemeinderates, begrüße ich Sie herzlich auf unserer Internetseite. Wir freuen uns, dass Sie sich für unser Dorf im Naturpark Elm-Lappwald, im Landkreis Helmstedt interessieren.

Im Tal der Schunter gelegen  – in unmittelbarer Nähe der Quellen –  breitet sich das 700-Einwohner-Dorf direkt an den hügeligen Ausläufern des weitgehend bewaldeten Höhenzuges Elm aus. Zwischen diesem größten zusammenhängenden Buchenwald Norddeutschlands und dem Dorf Räbke, befinden sich der Erholungspark Nord-Elm und ein großzügig angelegtes Freibad in wunderschöner Lage. Diese außergewöhnliche Kombination bietet vielen  – auch überregionalen –  Freizeitaktivitäten jährlich wiederkehrend beste Voraussetzungen.

Unser idyllischer Ort selber besticht mit seinem historischen Ortskern, der durch viele verwinkelte Gassen, die zentrale Kirche und den Verlauf der Schunter geprägt ist. Mit einer erheblichen Zahl denkmalgeschützter Vierseithöfe, weist Räbke auch auf seine lange landwirtschaftliche Geschichte hin. Abgerundet wird dieser Eindruck von über 100 Linden- und Kastanienbäumen, sowie einem Thie-Platz, der heute das kleinste Naturschutzgebiet des Landkreises darstellt.

Räbke ist das Mühlendorf in Niedersachsen. Einst klapperten 7 Wassermühlen im Verlauf von Schunter und Mühlengraben. Nicht nur die Anzahl weckt Erstaunen, sondern auch die besondere Ausrichtung in der Handwerksmüllerei. 3 Mühlen produzierten im 17. und 18. Jahrhundert feinstes Bütten-Papier aus Lumpen für die ehemals größte norddeutsche protestantische Universität, die Academia Julia, mit Sitz in Helmstedt. Heute kümmert sich der örtliche Förderverein vorbildlich um die „Mühle Liesebach“, die wie zu vergangenen Zeiten, mit fachmännisch restaurierter Technik z.B. Weizenmehl herstellen kann und gleichzeitig als Kultur- und Begegnungsstätte einen überregionalen Ruf genießt.

Unser Ort ist auch ein wachsendes, ein lebendiges Dorf in dynamischer Entwicklung. Ein weiteres Neubaugebiet am südlichen Ortsrand ist nur das äußere Kennzeichen dafür.

Als Landessieger 2018 im Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beeindruckte die Juroren vor allem der ausgeprägte Gemeinschaftssinn, der in der Arbeit von 18 Vereinen und Organisationen zum Ausdruck kommt und ein breites musikalisches, sportliches und kulturelles Spektrum generiert. So gestalten und prägen die Einwohner und Einwohnerinnen unser Dorf, und damit auch ihre eigene Zukunft. Räbke ist in einem lebendigen Prozess sich laufend zu verbessern und somit den Wünschen und Bedürfnissen seiner Bewohner insgesamt gerecht zu werden.

Für nähere Informationen zu den einzelnen Themen lade ich Sie ein in den jeweiligen Rubriken zu stöbern, sich durch weiterführende Links zu erkundigen, die angebotenen Kontaktmöglichkeiten zu nutzen oder unser schönes Dorf gerne auch direkt zu besuchen.

Allen unseren Besuchern – ob vor Ort oder im Netz – wünsche ich einen schönen Aufenthalt in unserer Gemeinde.

Ihr
Rainer Angerstein
Bürgermeister

Lernen Sie unser Leitbild im Detail kennen !

Räbke: Ein Dorf will Marke werden – In der Gegenwart Zukunft gestalten

Oberflächlich betrachtet ist Räbke, gelegen im Landkreis Helmstedt und zur Samtgemeinde Nord-Elm gehörig, ein Bördedorf zwischen Magdeburg und Braunschweig, wie viele andere auch. Beschaulich, idyllisch, ein bisschen verschlafen. Dieser erste Eindruck täuscht. Unter der Oberfläche gärt es. Nicht erst seit dem Herbst 2017, als Räbke zum wiederholten Male Kreissieger im Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ wurde, sich im Vorentscheid auf Regionalebene 2018 für den Landesentscheid qualifizierte und auch diesen mit zwei weiteren Dörfern aus Niedersachsen (Bötersen, Backemoor) gewann. Bereits vor zehn Jahren hatte es Räbke in die Gruppe 1 unter die sechs Landesbesten geschafft. Seit jenem September 2018 ging es noch zielstrebiger zur Sache: Die Räbker wollten sich nach dem Besuch der Bundeskommission am 2. Juli als Golddorf in Deutschland bezeichnen; letztlich ist es die Silbermedaille geworden. Ein großer Erfolg! Das Mitmachen und das Erreichte im Dorfwettbewerb haben die Dorfgemeinschaft beflügelt.

Aus einem Arbeitskreis Dorfentwicklung bildeten sich sechs Arbeitsgruppen mit den Schwerpunkten Leitbild, Blühendes Dorf, Website, Gestaltungssatzung, Dorfmitte und Räbker Schunterquartier. In nicht einmal einem halben Jahr gaben sich die Bewohner während eines breit angelegten Prozesses mithilfe zweier Workshops und eines externen Moderators ein Leitbild, welches das Werte- und Zielgerüst der nächsten 15 Jahre für Gemeinderat, Organisationen, Vereine, Bürger und Bürgerinnen verkörpert: der Markenkern und das Fundament zukünftigen Handelns im Dorf.

Räbke ist ein aufstrebendes Dorf und der Eingang zum Höhenzug Elm. Die Einwohnerzahl steigt. Dank eines gut angenommenen Neubaugebietes mit attraktiven Preisen ziehen junge Familien zu. Leerstände sind Fehlanzeige oder – selbst in der „alten“ Dorfmitte, wenn überhaupt – regelmäßig nur von kurzer Dauer. Die gerade neu eröffnete KiTa mit 40 Plätzen, gegenüberliegendem Abenteuerspiel- und Bolzplatz, Jugendheim sowie Jugend- und Gästehaus als zentraler Veranstaltungsort der Gemeinde dienen der allgemeinen „Dableibevorsorge“. Nicht zu vergessen der räumlich angegliederte Ferienpark Nordelm mit einem beheizten Freibad, das im vergangenen Jahr über 70.000 Besucher an Elm und Schunter zog.

Räbke hat einen Plan für ältere Menschen. Auf dem Gelände eines ehemaligen, abgebrannten Vierseithofes soll auf etwa 6.000 Quadratmetern eine Wohnanlage (Räbker Schunterquartier) entstehen, die gemeinsam von Senioren und jungen Familien bewohnt und mit der notwendigen Infrastruktur ausgestattet ist.

Räbke ist integrativ. Seit dem Herbst 2015 wurden insgesamt vier Flüchtlingsfamilien aus Syrien, dem Irak und der Türkei aufgenommen und in die Dorfgemeinschaft, z. B. durch eigens organisierten Sprachunterricht und regelmäßige Treffen, an das Alltagsleben in Deutschland mit den hier herrschenden Gesetzen und Normen herangeführt. Die Familienväter der verbliebenen zwei Familien stehen beide in einem Ausbildungsverhältnis und werden ihre Prüfungen bestehen.

Räbke ist aufgrund der Anzahl der Mühlen das Mühlendorf in Niedersachsen und besitzt „formelle“ Alleinstellungsmerkmale, die im Sinne des Leitbildes weiterentwickelt werden. Die sieben Mühlen an Schunter und Mühlengraben werden mit einem Mühlenpfad verbunden; die Mühle Liesebach (ML) dient als Leitmühle und geistiges Oberhaupt für die Müllerei jeglicher Art. Ein spezieller inhaltlicher Schwerpunkt liegt zukünftig auf der Papiermüllerei.

Räbke ist das Dorf der Baudenkmale und des Dorfgrüns. Vierseithöfe bilden gemeinsam mit über 100 Linden, vielen innerörtlichen Grünflächen und dem geteilten Schunterlauf den prägenden Charakter des Dorfkernes.

Räbke ist das Dorf der Macher. Großveranstaltungen wie Deutscher Mühlentag oder Musik auf Höfen werden mit Begeisterung vorbereitet und ehrenamtlich-professionell erfolgreich durchgeführt. Ein Grund, warum die Auftaktveranstaltung der Niedersächsischen Gewässerwoche Schunter am 19. Mai d. J. nach Räbke vergeben wurde.

Räbke ist das Dorf der Gemeinsamkeit und enger sozialer Verknüpfungen.
Claim: Gemeinsam.Von uns.Für uns. Dabei liegt die besondere Betonung auf der Eigenständigkeit der Gemeinde und dem Ehrenamt in der dörflichen Gemeinschaft. Ein Seniorentalentpool unterstützt mit umfassenden Kenntnissen, Fertigkeiten und Erfahrungen das Engagement der 17 Vereine und Organisationen und aller Einwohner.

Die grafische Darstellung der Räbker Leit-Linde beschreibt umfassend die Zukunftsgestaltung und –orientierung des Dorfes, mit den Vorgaben:

Vielfalt fördern, Andersartigkeit respektieren, gemeinsam handeln.

Noch in Vorbereitung

An dem Inhalt dieser Seite wird zur Zeit noch gearbeitet.

Freizeit und Erholung !

Räbke als „Tor zum Elm“ zu bezeichnen ist nicht übertrieben. Viele der Wanderwege im Elm nehmen ihren Ausgangspunkt in und um Räbke. Das idyllische Tal der Schunter, die etwa zwei Kilometer südöstlich Räbkes im Elm entspringt, lädt zum Verweilen ein. Von Räbke kommend führt ein Weg vorbei am Freibad und dem Campingplatz. Mit dem Erholungspark Nord-Elm bietet Räbke Naherholung und Tourismus. Im Ort regen Beachvolleyballfeld und Kinderspielplatz, der dank seines Abwechslungsreichtums häufig Familien aus der näheren Umgebung zu Ausflügen nach Räbke animiert, zu Bewegung und Spaß an der frischen Luft an.

Wandern im Elm

Der Elm liegt in Räbke quasi vor der Haustür. Dieser größte zusammenhängende Buchenwald in Norddeutschland umschließt Räbke in südlicher und westlicher Richtung. Unweit Räbkes bieten die Wanderparkplätze an der L626 in Richtung Schöppenstedt in der Nähe der Schunterquelle und an der L641 Richtung Warberg an den Bornteichen gute Einstiegsmöglichkeiten für Wanderungen im Elm. An beiden Parkplätzen informieren Tafeln über die gut ausgeschilderten Wanderwege. Damit befinden sich in Räbke die am besten erschlossenen Zugänge zum Elm.

Mountainbike- und Rennradfahren im Elm

Auch Radfahrer, ob sportlich mit dem Rennrad, abenteuerlich mit dem Mountainbike oder als ganz gemütliche Freizeitradler kommen im Elm voll auf ihre Kosten. Die Wandertafeln unweit Räbkes am Bornteich und an der Schunterquelle halten Hinweise für Radfahrer bereit. Die vergleichsweise geringe Verkehrsdichte auf der Elm-Autostraße erlaubt auch hier ein angenehmes Radfahrerlebnis.

Erholungspark Nord-Elm mit Freibad und Campingplatz

Der südwestlich von Räbke gelegene Erholungspark Nord-Elm mit seinem Freibad und dem Campingplatz lockt mit seiner wunderschönen Lage am Schunterlauf Gäste von Nah und Fern an. Das Freibad ist mit einer solarbeheizten 50-Meter-Bahn, Sprungtürmen (3 und 5 Meter) sowie Kinder- und Planschbecken ausgestattet. Eine großzügige Liegewiese, die zum Ufer des Schuntersees ausgerichtet ist, lädt dazu ein, für eine Weile den Alltag hinter sich zu lassen. Auf dem Gelände des Freibads befindet sich ein Minigolfplatz, und dank Kiosk und Restaurant mit Kegelbahn ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Direkt an das Freibad grenzt der ganzjährig geöffnete Campingplatz an. Neben Dauergästen sind Kurzzeit- und Feriengäste mit Zelt, Wohnwagen und Wohnmobil herzlich willkommen. Auf dem Gelände des Campingplatzes befinden sich ein Spielplatz und eine Grillhütte.

Musik auf Höfen

Bereits zwei Mal fand in Räbke die Veranstaltung „Musik auf Höfen“ statt. In diesem Jahr wird „Musik auf Höfen“ zum dritten Mal durchgeführt, diesmal zum Auftakt der Gewässerwochen Schunter am 19.05.19. Mehrere der wunderschönen Räbker Vierseithöfe öffnen zu dieser Veranstaltung ihre Tore. Auf Bühnen in den Höfen treten Gesangs- und Musikgruppen unterschiedlichster Stilrichtungen auf. Kinder- und Erwachsenenchöre, Blasorchester und Spielmannszüge, Irish Folk und Rock/Pop-Bands geben sich ihr Stelldichein. In diesem Jahr werden mehr als 25 verschiedene Gesangs- und Musikgruppen erwartet. Für das leibliche Wohl und den reibungslosen Ablauf dieses Festtages sorgt die Räbker Dorfgemeinschaft.

Räbker Sommerfest

Das Räbker Sommerfest auf dem wunderschönen Thieplatz am Ortseingang war bis 2017 eine Institution. Im Wechsel ausgerichtet von den vier traditionellen Räbker Vereinen (Chorgemeinschaft, Freiwillige Feuerwehr, Schützenverein, Turn- und Spielvereinigung) zog es alljährlich im August die Dorfgemeinschaft zu drei geselligen Tagen ins Festzelt auf dem von hohen Kastanien umsäumten Thie. In diesem Jahr erlebt das Sommerfest am 17.08.19 nach einjähriger Pause seine Neuauflage. Für Vorbereitung und Ausrichtung zeichnet sich eine Freiwilligeninitiative mit Unterstützung der Ortsgemeinde verantwortlich. Mit dem „Sommerfest 2.0“ wird zugleich ein altes Räbker Fest wiederbelebt, das einst in der Dorfmitte am Schunterlauf unter den für Räbke charakteristischen Linden seinen Platz hatte: Das neue Sommerfest/Schunterfest findet ebenfalls auf der Breiten Straße in der historischen Ortsmitte statt und bietet mit Kinderfest, Umzug, Speis und Trank sowie Disco etwas für den Geschmack der gesamten Dorfgemeinschaft.

L.A.

Interessante Links

www.elm.de
www.elm-freizeit.de
www.elm-lappwald.de
www.campingplatz-raebke.de
www.facebook.com/freibadraebke/

Beachten Sie bitte unten die Quellenverweise auf die jeweiligen Herausgeber

Quellenverweise auf die jeweiligen Herausgeber
Kartengrundlagen für:

Ortsplan Räbke Ausrichtung Nord
Ortsplan Räbke Ausrichtung Süd

Quelle: Auszug aus den Geobasisdaten des Landesamtes für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen, © 2019 LGLN
http://www.lgln.de

Kartengrundlage für:

Übersicht DTK500

Quelle: © GeoBasis-DE / BKG 2019  (Daten durch Katasteramt Wolfsburg ergänzt)
http://www.bkg.bund.de

Besinnliches in Wort und Bild

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Risiko oder Chance – Was folgt auf Corona?

von Laurenz Aselmeier

In Einklang im Wald

Endlich bin ich mal wieder auf „meinem“ Waldsitzplatz. Ich sitze auf dem kleinen Hochsitz, den ich einst bei meinen Streifzügen abseits der Wege im Elm entdeckte, und lasse den Wald auf mich wirken: Das Rauschen des Windes in den Bäumen, die Vielseitigkeit der Vogelstimmen. Spüre die Sonne, die durch die noch kahlen Äste und Zweige der Bäume scheint. Ab und an schließe ich die Augen. Ab und an blättere ich in Wohllebens Waldführer, den ich mitgenommen habe. Ab und an gucke ich einfach ins Leere und lasse meinen Gedanken freien Lauf.

Was wird mal sein?

Corona ist hier im Wald weit weg – und doch bleibt es nicht aus, dass Gedanken, vielmehr Fragen dazu in mir aufsteigen: Welche Lehren wird die Menschheit aus dieser so noch nie da gewesenen Krise ziehen? Wird nach der Corona-Krise ein Aufwachen bleiben? Oder ist die Mentalität der Menschen so, so weiter zu machen wie davor? Werden wir dem Gesundheits- und Sozialwesen künftig endlich die Wertschätzung entgegenbringen, die es verdient? In Form höherer Löhne und besserer Personalschlüssel? Und das gerne zulasten derjenigen Branchen, die materiellen Überfluss produzieren, den gar niemand wirklich braucht. Merken wir, dass wir mit unserer Technikgläubigkeit in der Sackgasse sind oder bleibt das ein frommer Wunsch? Werden wir lernen, mit weniger (Materiellem) klar zu kommen und dafür den Reichtum, der im Zwischenmenschlichen liegt, besser erkennen können? Und werden wir es hernach pflegen, werden wir es weiter wertschätzen oder werden wir versuchen, möglichst schnell die Wirtschaft wieder in der Vor-Corona-Form ans Laufen zu bringen, um abermals dem Konsum zu verfallen, uns suggerieren zu lassen, was wir vermeintlich alles brauchen, es uns anschaffen, alsbald das Interesse daran verlieren, es wegwerfen und durch was Neues ersetzen, Ressourcen ausbeuten, Egomanien ausleben zulasten anderer, weitermachen in unserem die Erde und am Ende selbst zerstörerischen Handeln?

Was wirklich wichtig ist

Wie sehr sich die Natur erholt, kannst du bemerken, wenn du abends in den Himmel schaust. So klar habe zumindest ich den Sternenhimmel ewige Zeiten nicht gesehen. Deutschland wird aller Voraussicht nach in diesem Jahr seine Klimaschutzziele erreichen (unter 40% des CO2-Ausstoßes von 1990). Das wäre vor wenigen Wochen noch undenkbar gewesen. Wir verbrauchen in Deutschland pro Jahr die Ressourcen von drei Erden, weltweit sind es die Ressourcen von 1,75 Erden. Ich habe die Hoffnung, dass sich ein anderes, nachhaltigeres, dem globalen Süden gegenüber gerechteres, weniger auf Wirtschaftswachstum und Verdrängungswettbewerb ausgerichtetes Handeln in Politik und Gesellschaft durchsetzen wird – und diejenigen, die tatsächlich die Leistungsträger sind, die nun in systemrelevanten Jobs „den Laden am Laufen halten“, die Anerkennung zukommt, die sie verdienen. Wie wenig man Topmanager mit exorbitanten Gehältern wirklich braucht, zeigt sich jetzt. Sie tragen nichts bei zur Lösung der Krise, im Gegenteil, sie haben ein Wirtschaftssystem aufgebaut, dass nicht in der Lage ist, mit einer solchen Krise umzugehen. Wie sehr man die Pflegekraft, die Kassiererin, den Lieferanten, den Boten braucht, das wird jetzt deutlich und bleibt uns hoffentlich in Erinnerung, wenn sich die Dinge nach und nach wieder normalisieren sollten.

Risiko? Ich wähle Chance

In der chinesischen Auslegung des Begriffs Krise stecken zwei Bedeutungen: Risiko und Chance. Was wollen wir sehen in dieser mächtigen Menschheitskrise – Risiko oder Chance?

Ich entscheide mich für Chance!



Das Leben ist schön

von Laurenz Aselmeier

„Das Leben ist schön!“ Es ist mich einfach so überkommen. Auf Räbke zu joggend hatte ich meine Arme weit ausgebreitet und es mehrfach ausgerufen: „Das Leben ist schön!“

Welch eine Freude war es, welch tiefer innerer Frieden breitete sich in mir aus, als ich heute früh durch den frisch gefallenen Schnee joggte. Den Graseweg hoch waren zunächst noch Spuren von Menschenfüßen und Hundepfoten zu sehen. Die frühen Gassigeher waren schon unterwegs. Doch auf den Elm zu und dann den Bierweg entlang war der Schnee unberührt. Hi und da kreuzten Wildspuren den Weg, ich konnte die von Hase, Fuchs und Wildschwein ausmachen. Ich fand meinen Rhythmus, das gleichmäßige Knirschen des Schnees unter meinen Füßen, den Atem spürend, der in ruhigen Zügen meine Lungen, den ganzen Körper füllte.

Das ganze Land war in leichten Nebel gehüllt – wieviele verschiedene Töne von weiß bis hellgrau es doch gibt – als wolle es ermuntern, in dieser hektischen, von Machtsüchten, Egomanie, Missgunst und Feindseligkeiten verdorbenen Welt, innezuhalten, sich auf das Wesentliche zu besinnen… Wie ungut wir mit der Welt mit unserer Raffgier und Ausbeutung von Natur und vielen abermillionen Menschen umgehen, zeigt eigentlich doch nur, wie ungut wir mit uns selbst umgehen. Wer die Erde so wenig zu lieben scheint, dass er sie auswringen mag wie eine Zitrone, kann sich selbst kaum lieben. Wie wenig wir Verbindung haben mit der Natur, zeigt, wie wenig wir in Verbindung mit uns selbst, unserem Innersten sind. Wie sehr wir doch davor scheuen, diese Verbindung aufzunehmen und uns ablenken müssen – immer mehr und mehr, weil all die Ablenkung nichts taugt. Mehr des Gleichen vergrößert jedoch das Problem, statt es zu verringern. Der unstete und unruhige Geist, der uns permanent antreibt, wird dadurch nur umso mehr gefüttert.

Besinnen wir uns hingegen auf das Wesentliche des Lebens, entziehen wir dem unruhigen Geist die Nahrung. Und diese Räbker Winterlandschaft, durch die ich heute früh joggte, in der alles mit dem friedvollen Schleier des Nebels umhüllt war, lehrt mich dies. Schemenhaft ist Räbke zu erkennen, der Waldrand. Dann tauche ich ein in den Elm. Kein Mensch begegnet mir.

In der wunderschönen Natur rund um das idyllische Räbke, dieses heimelige Fleckchen Erde kann ich gar nicht anders als zu rufen:
„Das Leben ist schön!“



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