Kurz vor der Fertigstellung und in Trauer um Sonja Peltzer-Montfort

Nebeneingang des Hauses – Foto: Heidi Fengel

Bautagebuch 4, Hauptstraße 24

Die letzten Handwerker beenden in Kürze ihre Gewerke, viel Zeit bleibt dafür nicht mehr bis zum Beginn der Vermietung. Trotzdem sollten die Bewohner Räbkes und andere Interessierte noch einen Blick hinein werfen dürfen, so wollte es die Familie Peltzer-Montfort.

Am 10. September 2021 organisierten Sonja, Oliver und zwei der Töchter einen Tag der offenen Tür. Einfach nur schauen, was aus dem von vielen schon aufgegebenen Gebäude geworden ist oder aufmerksam fachlichen Erläuterungen lauschen oder sich bei Kaffee und Kuchen stärken und fachsimpeln, alles war möglich und wurde von etwa 75 Gästen genutzt.

Zufrieden über das große Interesse wollte sich Sonja nun den letzten Arbeiten auch wieder aktiv widmen und wie so oft selbst Hand anlegen, alles wie immer mit den historischen Materialien, die schon bei der Erbauung verwendet wurden. Doch dazu kam es leider nicht mehr.

Sonja verstarb völlig überraschend am 18. September 2021 in Groß Twülpstedt, neben Hamburg der zweite Wohnort der Familie.

Mitglieder des Ortskuratorium Helmstedt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die jungen Frauen unserer Jugendbauhütte Ostfalen und viele weitere Unterstützer helfen zur Zeit, das Projekt im Sinne Sonjas fertigzustellen.

Immer noch tief betroffen von dem Ereignis möchte ich den Nachruf unseres Ortskuratoriums auch hier zur Kenntnis geben. Darin bringen wir unsere besondere Wertschätzung für Sonja zum Ausdruck. Durch ihr Wirken bleibt sie nicht nur unserem Ortskuratorium in besonderer Erinnerung, sondern auch den Räbker Bürgern.                              

                                                                                                                                                                               H.F.

Sonja Peltzer-Montfort

Foto: Familie Peltzer-Montfort

Fotos zum Objekt und dessen Baufortschritt finden Sie hier

1 Kommentar
  1. Swantje sagte:

    Der Erhalt alter Bausubstanz als Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz, darin sah Sonja eine ihrer Aufgaben. Zu zeigen, dass schier unmöglich erscheinende Projekte mit Mut, Zuversicht und „einfach anpacken“ zu schaffen sind, das hat sie am Beispiel von „Haus Brennecke“ ein weiteres Mal bewiesen. Räbke hat ein Schmuckstück erhalten, weitere Häuser sollten folgen. Mögen viele Menschen sie sich zum Vorbild nehmen.

Kommentare sind deaktiviert.