Wir lernen dazu: bei Pflanzen, Sonne und Regen

Naturnahes Homeoffice in Isernhagen bei Hannover-Foto Carsten Brüggemann

Es erstaunt mich immer wieder, wieviel man dazu lernen kann, wenn man will und vielleicht bereit ist, Grundüberzeugungen zu überprüfen oder sogar zu ändern. Mehr und mehr wird deutlich, wie zum Beispiel die Natur auf sehr sanfte Art und Weise Menschen für sich zurückgewinnt oder auf sie Einfluss nimmt. Ganze, traditionell gestimmte Weltbilder kommen so ins Schwimmen. Ist das schlecht oder gar schlimm?

Bayerische Drehwende

In Bayern wird der Ministerpräsident von heute auf morgen aus Angst vor dem Ergebnis einer Volksbefragung zu Bienen urplötzlich zu einem „Grünen“. Englischer Rasen wird zu einer „ökologischen Betonpiste“, was ein durchaus statthafter Vergleich ist, wenn man die biologische Wertigkeit im Vergleich zu naturnäheren Flächen betrachtet.

Ja, auch die „Blühschonungen“, die wir manchmal im Garten betreiben, frönen dem eigenen Auge und Geschmack und wirken- jedenfalls in einem Börde-Dorf – nicht besonders naturnah und ähneln eher einem deutschen Mustergarten von vor langer Zeit, als das Wissen um die Vorgänge in unserem natürlichen Umfeld ein anderes war.

Wildrose-Holz-Steine: vitaler Lebensraum am Rand-Fotos CL

Interessant zu lesen (in einer Frauenzeitschrift) waren folgende so genannte goldene Regeln für den natürlichen Garten (Auszug):

  • Je ordentlicher und aufgeräumter ein Garten ist, desto weniger Arten gibt es.
  • Beete erst im Frühjahr aufräumen, Komposthaufen und Totholz-Ecken integrieren.
  • Einheimische Pflanzen bevorzugen.
  • Möglichst Pflanzen mit unterschiedlichen Blütentypen wählen.
  • Der Garten sollte von Februar bis Oktober blühen.
  • …..

Rasen ist überschätzt und nicht nachhaltig. Doch was kann man stattdessen pflanzen? Gerade, wer optisch flexibel ist, hat eine große Auswahl.

FAZ.NET vom 26.05.2021

Ja, Vieles hat in den letzten Jahren und Monaten eine Richtungsänderung erfahren. Man hat Schwierigkeiten, im Kopf mitzuhalten. Das macht die neuen Einsichten jedoch, die manchmal gar nicht so fabrikneu sind, nicht falsch, eher unbequem. Bienen und Insekten sind nur ein markanter Wegweiser zu neuem Denken oder besser noch, geändertem Tun.

www.bienenfuettern.de

Kalter und nasser Mai 2021: Wie heißt die geläufige Bauernregel? Ich freue mich mittlerweile über jeden Millimeter Niederschlag, egal wann er fällt. Er darf es auch Ostern und Pfingsten tun. Die Denke und die Emotionen zur Natur ändern sich rasant.

Nicht „überbunt“, auch schön.

CL

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