Die Corona-Staffelübergabe klappte reibungslos und ging in die Verlängerung

Egbert Aselmeier (Mitte) und Dr. Isabell Pott sprechen mit Jörn Domeier über bauliche Ideen und wirtschaftliche Perspektiven – Fotos CL

MdL Jörn Domeier beim AK Dorfentwicklung in Räbke

Jedenfalls war es keine Sprintstaffel, sondern eher eine Mittel- oder Langstreckenstaffel mit sehr unterschiedlichen Übergabezeiten und Streckenlängen. Der Landtagsabgeordnete veränderte sein Interesse nicht, die Gesprächspartner des Arbeitskreises (AK) wechselten mit jeder Übergabe.
Gegen 17:00 Uhr am vergangenen Mittwoch (14.04.2021) war dann das sportliche Kopfereignis nach 3 Stunden beendet und Jörn Domeier entschwand nach starker konditioneller Leistung in Richtung Heimat und Familie – wie zu vermuten ist.

Aus Ortsgespräch-ohne Vorwahl-wird Corona-Staffel

Die Anfrage des Abgeordneten zu einem Spaziergang mit Abstand in Corona-Zeiten kam plötzlich und überraschend. Und wurde gern und sofort vom AK Dorfentwicklung angenommen, da das bereits für das Vorjahr terminierte Rundgespräch im November aus den bekannten C-Gründen nicht stattfinden konnte und sollte.

Wo sind die unterversorgten Gebiete? Horst Eberhardt und MdL Jörn Domeier im fachlichen Erfahrungsaustausch

Das Kernthema war – wie angekündigt – die Breitbandversorgung unserer Gemeinde/der Region. An Stabübergabe 1 nach der Begrüßung (CL) auf dem Thie wartete der Spezialist für Digitales, Horst Eberhardt, an der Räbke-Tafel im Dorf-Zentrum. Nach einer Grundorientierung über die digitale Ausgangssituation in Räbke und der Erläuterung des unzumutbaren Zustandes im 21. Jahrhundert, ging es weiter in Richtung Mühle Liesebach (ML). Auf zwei Brücken bot sich die Chance zu Brücken-Gesprächen und weiterer Vertiefung der regionalen Fakten, die möglichst rasch einer politischen Änderung bedürfen, ehe noch weitere Teile der Bevölkerung abgehängt werden.

Zwischen-Brücken-Gespräch – Foto Klaus Röhr

Ab zum Baugerüst

Zum zweiten Mal wurde der Stab sinnbildlich am Mühlengraben an den Vorsitzenden des Fördervereins Mühle Liesebach, Klaus Röhr, übergeben. Der historischen Einführung auf dem Pfad am Mühlengraben folgte der Gang in den Mühleninnenhof, wo das stehende Baugerüst zu Ausführungen über selbst ausgeübte Renovierungen, Eigenleistung des Senioren-Talent-Pools und geplanten Anstrich der Hauswand durch den Verein und die Wohngemeinschaft Mühle Liesebach einlud. Ein Corona-Steh-Kaffee mit Beilage folgte.

Neuer, gruppendenkmalgerechter Anstrich in der Vorbereitung

Den Staffelstab nahm dann Heidi Fengel auf, die den Abgeordneten in einer „Ansichtsrunde“ durch das Dorf auf den beginnenden Zerfall von Gebäuden hinwies, die Nachnutzung von Vierseithöfen ins Gespräch brachte und auch nicht vergaß, auf die in diesem Jahr geplante Jugendbauhütte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz – Ortskuratorium Helmstedt in Helmstedt/Königslutter hinzuwiesen. Der Verweis auf die „Graue Energie“ durfte im „gehenden“ Meinungsaustausch nicht fehlen.

Swantje Jensen übernahm vor Hauptstraße 24 mit Aussagen zur finanziellen Förderung von Denkmalschutz und -pflege im niedrigeren Investitionsrahmen – auch am eigenen Beispiel des neuen Daches auf M6 (Mühle Jensen). Danach verschwand sie mit dem MdL in Vertretung für Sonja Peltzer-Montfort im Haus zur Detailerkundung.

Heidi Fengel (r.) und Swantje Jensen übernahmen an der Hauptstraße 24

Egbert Aselmeier unterrichtete auf seiner Strecke – zunächst entlang der Hauptstraße bis zur Pfarre – über die Geschehnisse um die ehemaligen Höfe Kindermann und Spierling, ehe er das Räbker Schunterquartier ins Auge fasste. Dr. Isabell Pott schlug den Bogen zur wirtschaftlichen Entwicklung, mit dem Schwerpunkt Nah- und Fahrradtourismus am und um den Elm sowie den Überlegungen zu einer behindertengerechten Haltestelle am Freibad.

Weg mit Verlängerung und Umweg

Am Friedhof vorbei, endete die Stafette vorerst in der Nähe des Jugend- und Gästehauses, mit Erläuterungen zum Erlebnisspielplatz, zur KiTa und zur Sportheimjugend. Damit war das Ziel der Staffel erreicht, die allerdings noch einmal in die Verlängerung ging, weil der MdL auf anderen Erkundungswegen zu seinem Auto am Thie zurückgeführt wurde.

Die sportliche Nachmittagsrunde fühlte sich für alle Beteiligten sehr intensiv an, war es bestimmt tatsächlich auch für Jörn Domeier. Fakten, Meinungen, Haltungen – von Staffelwechsel zu Staffelwechsel unterschiedlich und sehr differenziert: Eine ganze Menge Holz wurde aus dem Elm gekarrt.

Schon gibt es einen schriftlichen Meinungsaustausch mit ihm über Ideen und Handlungsalternativen. Denn wir wollen nicht nur reden – wie er schreibt -, sondern handeln.

Mehr Informationen zur Person und zur Arbeit des MdL:

https://www.joern-domeier.de

CL

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