Aller guten Bäume sind drei

„Eigentlich“ ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eines der meist gebrauchten Wörter in der deutschen Sprache, jedenfalls in gesprochener Form.
Und eigentlich wollte der Rotary Club Helmstedt seine diesjährige Weihnachtsfeier der Lage angepasst in Schmidts Feldscheune zwischen Räbke und Frellstedt in guter Stimmung, mit Glühwein und Bratwurst begehen. Zum Nachtisch sollte es eigentlich eine „Elmtanne“ von Johannes, Jürgen und Bernd Schmidt – auf Wunsch geliefert – zur freien Verfügung in der Familie geben.

Treffen ohne Feiern, aber mit Nachtisch

Aus dem letzten „Eigentlich“ wurde eine erlaubte, „wirkliche“ Realität, trotz der herrschenden Corona-Lage. So schlugen dann Freunde und Freundinnen des Helmstedter Clubs mit Partnern maskiert zur Vorbereitung ihres Nachtisches in der Nadelbaum-Plantage bei Räbke auf und ersägten sich ihre Nordmanntanne. Oder ließen sägen und verpacken.

Einer dieser Dessert-Bäume – ein recht stattliches Exemplar – fand seinen Weg allerdings nicht in die gute, warme Stube; denn nicht jeder kann oder will mit dem grünen Baum aus heidnischer und christlicher Überlieferung wirklich etwas anfangen. Also wurde diese Tanne nach Vorbereitung durch das Team Schmidt an das Jugend- und Gästehaus (JuG) transportiert, wo sie mit etwas kreativem Abstand einen Platz in der Nähe des Steins zugewiesen bekam.

Einen Baumständer fand man mithilfe des Küsters hinter der Orgel von St. Stephani und ein in Räbke nicht näher bekannter Elektro-Fachbetrieb sorgte von jetzt auf gleich für das leuchtende elektrische Programm mit Hardware.

Drei Bäume in einer Gemeinde

Nun steht also erneut ein beleuchteter Baum am JuG, nach einer gewissen Zwischendunkelzeit. Auch wenn das Haus zurzeit geschlossen ist, setzen wir mit dem Licht Zeichen der Hoffnung, dass das Dorfleben in absehbarer Zeit etwas mehr in Bewegung gerät.

Ein Baum von Dreien sendet Lichtstrahlen in die Welt und das Leben aus der Dorfmitte, einer leuchtet christlich vor St. Stephani, unterstützt von einem Banner und ein weiterer strahlt vom Rande des Dorfes und der Gesellschaft ins Leben zurück.

Schnell-Schmücken erlaubt und erwünscht

Wer mag, kann die Chance der letzten Stunden vor Weihnachten nutzen, den ein oder anderen Stern oder übrig gebliebenen Baumschmuck am JuG-Baum anzuhängen.

CL

Nachtrag:
Die Baum-Aktion am JuG war eine ziemlich spontane und kurzfristige – so gerade just-in-time vor Heiligabend. Zum Zeiteinholen wird der Baum deshalb bis zum 2. Februar präsent sein und leuchten. Wie es früher (und auch heute?) in katholischen Gegenden üblich war. Nämlich bis Maria Lichtmess. Da wurden Krippen und Weihnachtsschmuck fürs nächste Weihnachten in die Kisten rückverstaut.

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