Jahresrückblick 2020 des Bürgermeisters

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

auch in diesem Jahr sende ich Ihnen wieder Grüße in Ihre Häuser. Sie erreichen Sie schon ein wenig früher, als das sonst der Fall ist.
Durch die gegenwärtige besondere Lage, müssen wir allerdings in diesem Jahr auch im Dezember auf viel Vertrautes verzichten.
Ich möchte diesen Brief an Sie in gewisser Weise zum Jahresrückblick nutzen und bitte Sie, bei entsprechendem Interesse, sich in diesem Jahr ein wenig mehr Zeit dafür zu nehmen, da er etwas umfangreicher ausfällt.

Der Start in das neue Jahrzehnt war zunächst recht optimistisch. Für unseren „Silber – Sieg“ im Dorfwettbewerb hatten wir eine Einladung nach Berlin, wo unser Engagement durch Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner gewürdigt werden – und uns der Preis verliehen werden sollte.
Mit einem Bus machten wir uns am 24. Januar auf den Weg nach Berlin, wo wir mit 28 Personen, an einer sehr beeindruckenden und fröhlichen Feier mit insgesamt etwa 2.500 Personen teilgenommen haben. Es wird sicherlich für alle beteiligten Räbker und auch für Herrn Landrat Radeck, der ebenfalls mit uns zur Ehrung anwesend war, ein unvergesslicher Tag sein. An den nächsten 2 Tagen wurde unser Dorf von 10 Räbkerinnen und Räbkern auf der internationalen „Grünen Woche“ an einem sehr ideenreich gestalteten Stand präsentiert. Hierfür danke ich den beteiligten Personen sehr herzlich.
Mit diesem großartigen Erlebnis endete der 26. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.
Am 5. März wurde dieses noch einmal mit einem Empfang bei unserem Herrn Bundespräsidenten, an dem Simone Köpnick und ich für Räbke teilgenommen haben, abgerundet.
Unsere Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und unser Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier haben in einem kurzen persönlichen Gespräch auch Simone und mir ein Lob für das ehrenamtliche Engagement der Räbker für ihr Dorf ausgesprochen. Meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger, jeder von Ihnen, der sein Grundstück beständig pflegt, sich in der Gemeinschaft einsetzt oder still im Hintergrund das Geschehen konstruktiv begleitet und unterstützt, hat einen Beitrag zu diesem Erfolg geleistet. Die „Silbermedaille“ gehört uns Allen, sie ist unser gemeinsamer Verdienst !

Sehr erfreut durfte bereits am 1. Februar die Gemeinde Marina Gödeke zur Eröffnung ihrer
Schunter – Physiotherapiepraxis gratulieren. Es ist einer weitere Bereicherung und Stärkung unseres Dorfes, wofür wir dankbar sind und der Inhaberin alles Gute und viel Erfolg wünschen.

Ein weiterer Anlass konnte zu Beginn des Jahres gefeiert werden, nämlich das 85 – jährige Jubiläum unserer evangelischen Frauenhilfe Räbke. In einem Festgottesdienst am 9.Februar in unserer Kirche wurden zahlreiche Frauenhilfsschwestern für langjährige Mitgliedschaft geehrt. Besonders zu erwähnen ist, dass Luise Gödeke mittlerweile 30 Jahre Frauenhilfsvorsitzende ist. Ich gratuliere unserer Frauenhilfe an dieser Stelle nochmals sehr herzlich. Es wäre schön, wenn wir auch in 5 Jahren wieder ein Jubiläum feiern können.

Ein erfreulicher Anruf erreichte mich gleich zu Beginn des Jahres. Herr Frintrup berichtete mir darin, dass er vorhabe, das Ausflugslokal „Zur Schunterquelle“ zu kaufen. Hierin konnte ich ihn nur bestärken und ich schlug ihm in diesem Gespräch vor, dass er einmal darüber nachdenken solle, ob er auch die Freibadgaststätte „Elmstuben“ als Pachtung von der Samtgemeinde mit betreiben würde. Es freut mich sehr, dass meine Anregung zur Übernahme der „Elmstuben“ zum Erfolg geführt hat.
Ich wünsche an dieser Stelle Frau Dr. Pott und Herrn Frintrup alles Gute und viel Erfolg in beiden Lokalen, die ein großer Gewinn für Räbke sind. Leider ist es ein schwieriges Anfangsjahr geworden. Freuen wir uns aber schon auf die Wiedereröffnung des idyllischen Traditionsgasthauses „Zur Schunterquelle“.

Im Februar fanden auch die Versammlungen unseres Räbker Schützenvereins und unserer Frw. Feuerwehr statt. Hier konnte ich den hervorragenden Einsatz vieler ehrenamtlich Tätiger in Räbke hervorheben und würdigen. Auf beiden Versammlungen war ich über eine insgesamt positive Entwicklung hocherfreut.

Um den Brandschutz in unserem Dorf ist mir nicht bange.
Viele junge Menschen und Neubürger haben sich der Feuerwehr aktiv angeschlossen, worüber ich mich sehr freue. Seit Beginn des Jahres verfügt die Feuerwehr über einen neuen MTW, den sie sich selbst gekauft hat und der aufgrund der hohen Anzahl an Einsatzkräften auch erforderlich ist.
Als 1. stv. Samtgemeindebürgermeister kann ich, Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, aber auch die gute Botschaft überbringen, dass Gemeindebrandmeister Matthias Rößchen, Ortsbrandmeister Klaus Cothmann und das Räbker Kommando sich bereits um ein Ersatzfahrzeug für unser Tanklöschfahrzeug bemühen und dass wir seitens der Samtgemeinde für ein neues TLF bereits 350.000 € im Haushalt bereitgestellt haben.

Alle anderen Vereinsversammlungen mussten in diesem Jahr ausfallen, lediglich einige Verbände, wie die RWG, Feldinteressentschaft, Jagdgenossenschaft und Schweineweidengenossenschaft konnten noch zu Beginn des Jahres erfolgreich tagen.

Am 8. März 2020 hat der Förderverein Räbker Chronik zu einem gemütlichen Bildernachmittag ins Jugend- und Gästehaus eingeladen. Hier haben wir uns das Jahr 2019 mit all den schönen Anlässen, wie der Auftaktveranstaltung zur „Gewässerwoche Schunter“, dem Mühlentag, dem Dorfwettbewerb und der Feier zum Silbergewinn mit der Einweihung des Erinnerungssteins noch einmal bildlich bei Kaffee und Kuchen vor Augen geführt.
Für den Erlös dieses geselligen Beisammenseins hat der Förderverein Räbker Chronik dem Dorf eine schöne Sitzbank gespendet, wofür ich herzlich danke.

Dieses war dann aber leider auch die letzte größere Veranstaltung in diesem Jahr in Räbke, da aufgrund der Corona – Pandemie ab Freitag, den 13.03. erste Einschränkungen des öffentlichen – und privaten Lebens eintraten. Die Gemeinde war gehalten, alle öffentlichen Gebäude und Plätze zu schließen und für uns Alle traten Kontaktbegrenzungen in Kraft. Diese konnten dann nach einigen Wochen soweit gelockert werden, dass einige Vereine und Gruppen unter strengen Hygienevorschriften einen kleinen Bereich des Betriebes wieder aufnehmen konnten, doch nur auf „Sparflamme“.
Die schönen Veranstaltungen, die vorgesehen waren, die unsere dörfliche Gemeinschaft so sehr prägen und bereichern, waren in diesem Jahr nicht möglich. So mussten auch unsere Seniorenfahrten leider ausfallen.
Ich danke Allen, die viel Verständnis und Geduld aufgebracht haben und sich vorbildlich an die Regeln gehalten haben. Einen besonderen Dank spreche ich unseren Kindern und Jugendlichen im Dorf aus, die durch die Schließung der Kitas, der Schulen und der Kinderspielplätze, des Sportplatzes und auch des Jugendtreffs sehr große Einschränkungen hingenommen haben und leider gegenwärtig durch die wieder angeordnete Schließung der öffentlichen Gebäude und Plätze erneut hinnehmen müssen.
Das Fiese an diesem Virus ist, dass es durch seine hohe Ansteckungsgefahr dazu führt, dass die Dinge unseres Lebens, auf die wir Menschen so angewiesen sind, nämlich auf Alles, was mit Gemeinschaft, persönlicher Zuwendung, gemeinsamen Feiern oder auch gemeinsamen Trösten zu tun hat, notwendigerweise eingeschränkt, bzw. gänzlich untersagt werden muss.
So mussten wir in diesem Jahr auf Vieles verzichten, was mir sehr leid tut. Leider wird sich dieser Verzicht auch auf die Adventszeit beziehen. So werden die Kinderadventsfeier, die Seniorenadventsfeier, Adventsabende und Konzerte, also all jene Veranstaltungen, auf die wir uns besonders freuen, in diesem Jahr nicht stattfinden.

Doch trotz all der gravierenden Einschränkungen des öffentlichen – und privaten Lebens hat es in Räbke keinen Stillstand gegeben. Die Gemeinde hat sich positiv weiterentwickelt. Somit freue ich mich sehr, dass Räbke gegenwärtig 732 Einwohner hat. Ganz besonders erfreulich ist, dass darunter 45 Kinder im Alter von 0 – 6 Jahren sind.
Wir haben ja glücklicherweise gute Bedingungen für die Kinderbetreuung, zum Einen durch unsere Kita und zum Anderen durch unsere Tagesmutter Martina, die mit „ihrer“ kleinen Kinderschar fester Bestandteil des Dorfbildes ist. Unsere andere Tagesmutter Elke, ist seit kurzer Zeit, nachdem sie viele Kinder ebenfalls sehr liebevoll betreut hat, im wohlverdienten Ruhestand. Beiden ist für ihren Herzensdienst für die Kinder sehr zu danken.

Unser wachsendes Baugebiet „Am Bischofsberg“, in dem bereits 20 Grundstücke bebaut – und weitere verkauft worden sind und auch die Tatsache, dass es keinen Häuserleerstand gibt, sind sicherlich die Grundlage dieser guten Entwicklung unseres Dorfes.
Die moderne Kindertagesstätte, die vom DRK fachlich sehr gut geführt wird, bietet jungen Familien die Bedingungen, die sie heutzutage für die Kinderbetreuung suchen und somit stärkt sie den Wohnstandort Räbke erheblich.
Ich heiße an dieser Stelle all jene, die in diesem Jahr nach Räbke gezogen sind, herzlich willkommen.

Ich danke aber auch allen Ehrenamtlichen in den Vereinen, die sich besonders um die Kinder kümmern. Ein besonderes Dankeschön sei in diesem Zusammenhang an Heike Marondel gerichtet, die mit viel Herzenswärme den Kindergottesdienst leitet und den Schaukasten der Kirchengemeinde ideenreich und sehr ansprechend gestaltet.

Aufgrund der immer größer werdenden Kinderschar in unserem Dorf, haben wir in diesem Jahr unseren Abenteuerspielplatz mit weiteren attraktiven Spielplatzgeräten versehen und im Neubaugebiet einen kleinen neuen Kinderspielplatz gebaut, der im Frühjahr noch um eine schöne Sitzgruppe ergänzt werden soll.

Da es in Räbke Viele sind, die sich ehrenamtlich zum Wohle des Dorfes engagieren, kann ich hier nur beispielhaft ganz wenige Personen nennen.
So sei besonders auf Brigitte Denecke, Karl-Heinz Politz und Christoph Wäterling hingewiesen, die auch in diesem Jahr, unermüdlich etliche Stunden kostenfrei an körperlicher Arbeit für die Pflege des Dorfes und unseres Kirchgrundstückes eingebracht haben. Erfreulich ist, dass sich Sören Schliebs – auch mit Hilfe seines Bruders Frederik – mit einbringt, das Kirchgrundstück zu pflegen.
Auf unsere Schunter und den Mühlengraben achtet tagtäglich Wolfgang Schweimler und er hat bei Reinigungsarbeiten starke Hilfe von Edgar Schmidt. Auch danke ich der „ AG Blüh“ für das Anlegen der schönen Blumen –und Staudenbeete und ich danke Herrn Horst Eberhard, der diesen Brief, wie viele andere Informationen, auf der Räbker Homepage www.raebke.de veröffentlicht.
All diesen hilfsbereiten Personen danke ich genau, wie jenen anderen Vielen, die ebenfalls ihren großen persönlichen Einsatz zum Gelingen unseres Dorflebens leisten und damit unser Leitmotto : „GEMEINSAM.VON UNS.FÜR UNS“ erfüllen.

Zu danken habe ich auch meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Andrea Maaß, Britta Seidel und Olaf Waldau, die ihren Dienst ebenfalls zum Wohle der Gemeinde erbringen.
Ein besonderes Lob hat hier „Ersatzgemeindearbeiter“ Mark Reichert – Beschäftigter der Firma Ohlemann – verdient, der unser Dorf sehr gewissenhaft und gut pflegt. Schließlich danke ich
Harald Lippelt, der den Schneepflug jedes Jahr bereithält und einsatzfähig ist.

Um die Selbständigkeit der Pflege unseres Dorfes zu wahren, wurde in diesem Jahr der Gemeindeschuppen saniert und in diesem Rahmen mit einem neuen Dach, einer neuen Elektrik, neuen Fenstern und einer neuen Tür versehen.

Der Landkreis Helmstedt lässt in diesem Jahr den Breitbandausbau in Räbke durchführen. Das erfordert von vielen Anliegern Verständnis für Beeinträchtigungen und Verzögerungen.
Verärgert aber war der Gemeinderat von Anbeginn der Initiative darüber, dass nicht alle Räbker Haushalte damit versehen werden sollten und dieser Ärger spiegelt auch die Meinung vieler Bürger wider. Dieses habe ich gegenüber dem Landkreis und anderen Institutionen immer wieder erwähnt und um einen kompletten Ausbau in Räbke gebeten. So können wir nun zur Kenntnis nehmen, dass der Landkreis erklärt hat, dass es für Räbke wohl eine zweite Bauphase geben wird, in der die Lücken geschlossen werden und somit dann alle Bürgerinnen und Bürger am schnellen Internet partizipieren.

Meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger, nun besinnen wir uns Alle auf das bevorstehende Weihnachtsfest.

Insbesondere den Heiligen Abend und Weihnachten müssen wir in diesem Jahr sicherlich anders feiern und wir wollen hoffen, dass es für Niemanden ein Weihnachtsfest in Einsamkeit sein wird.

Viele Menschen, die in diesem Jahr im Krankenhaus lagen oder im Pflegeheim wohnen, mussten bereits viel Einsamkeit ertragen und ihre Angehörigen mussten ebenfalls die Sehnsucht zum geliebten Familienmitglied auf sich nehmen. Dieses tut mir sehr leid.
Ebenso gilt mein Mitgefühl den Familien, die in diesem Jahr ein Familienmitglied verloren haben.

Wir wollen die Weihnachtsbotschaft, dass der Erlöser und Retter da ist, daher in diesem Jahr besonders innig, als eine große Hoffnung aufnehmen.
Möge auch durch die jüngsten Erfolge unserer Wissenschaft und Medizin, uns die Hoffnung geschenkt sein, dass Gott uns von der bösen Pandemie bald befreit und wir uns auf das kommende Jahr freuen können. So haben unsere Vereine, Institutionen und Gruppen einen kleinen Veranstaltungskalender für 2021 entwickelt, der natürlich unter Vorbehalt steht.

Meine Gedanken sind besonders bei denen, die krank, pflegebedürftig und einsam sind. Ich sende Grüße in die Krankenhäuser und Pflegeheime und wünsche Ihnen Kraft und Gottes Segen.

Nun wünsche Ihnen Allen, auch im Namen von Simone Köpnick, Jens Schliebs, Carsten Seidel, Thomas Pasemann, Klaus Tostmann, Stefan Lippelt, Sebastian Patzelt und Martin Ohlemann, alles Gute, eine gesegnete Advents – und Weihnachtszeit und vor allem Gesundheit ! Hoffen wir gemeinsam auf ein gutes Jahr 2021.

Ihr

Rainer Angerstein

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