Dorfmitte: Farbiger Einstieg in den Advent 2020 mit Glitzer und Hoffnung

Glänzendes Leben und danach? – Fotos CL

Der grüne Baum leuchtet. Man könnte meinen, allen Widrigkeiten zum Trotz. Aber so ist es ja nicht wirklich. Das Leben geht mit hoher, jetzt auch strahlender Intensität weiter, gerade wegen der starken Einschränkungen auf allen Ebenen, die für uns auf unbestimmte Zeit Normalität bedeuten werden.

Allerdings gibt es da schon noch eine gemeinsame Aufgabe und die heißt, Leben und Umfeld gestalten, Flagge zeigen und die Pandemie und ihre Auswirkungen als Startschuss für in Deutschland schon lange benötigte Transformationen – und zwar in jede Richtung – nutzen. Und nicht nur im so oft besonders hervorgehobenen digitalen Bereich.

Starre muss weg

Die Gesellschaft mit ihrer Arbeitswelt, mit Kirche, Umwelt, Mobilität, Kultur und Bildung, Wissenschaft, Soziales und Gesundheitswesen: Jeder Sektor ist betroffen und muss nach situativ angepassten, zweck- und verhältnismäßigen Problemlösungen suchen. Ängstlich in der Ecke sitzen und passiv zuwarten als falsche Alternative, wird damit zu einer gewaltigen Herausforderung für die gesamte Gesellschaft; im Dorf angefangen bis auf die höchsten Ebenen der Politik und Verwaltung zusteuernd.

Ich kann verstehen, dass sich die Zahl der kopfschüttelnden Bürger und Bürgerinnen ständig erhöht, wenn sie in Richtung Berlin oder in die der jeweiligen Landeshauptstadt blicken. Glatt schlechte und sogar falsche Entscheidungen sowie miese Kommunikation zerstören Vertrauen (Beispiel Beherbergungsverbot) und sind ein Fressen für die (A-)Sozialen Medien und ihre zum Teil fremdbestimmten Macher. Online kann man nicht nur shoppen, sondern auch schlechte Stimmung, ja sogar Hass verbreiten und lügen.

Nicht zur Tagesordnung übergehen

All das trifft bisher auf stabile Systeme, die überwiegend mit sich selbst beschäftigt sind und wenig Interesse an Veränderungsprozessen haben. Das Notfallargument, mit dem alles totgeschlagen wird, lautet immer häufiger „Personalmangel“, und der jeweilige Nachfrager wendet sich ab und nimmt es hin. Diese eher resignative Haltung sollte der Vergangenheit angehören. Nicht abtauchen, sondern das Heft des Handelns selber in die Hand nehmen. Dazu aber ist Führung erforderlich. Und an der fehlt es auf allen Stufen und an allen Ecken und Kanten. Die Bundeswehr, die das in Gänze und zugegeben in den letzten Jahren auch nicht so richtig hingekriegt hat, verfügt über eine wunderbare Definition des Begriffes.

Führung wird in der Bundeswehr definiert als: „[…] ein Prozess steuernden Einwirkens auf das Verhalten von Menschen, um ein Ziel zu erreichen. Sie umfasst den zielgerichteten Einsatz von Kräften und Mitteln sowie Informationen nach Raum und Zeit…

ZDV 10/1 (Auszug) Innere Führung

Alle Kulturkreise benötigen zur eigenen „seelischen Gesundheit“ Rituale, Zeichen, Bilder und Möglichkeiten, sich zu identifizieren und zu entfalten. In Deutschland sind Adventskranz und Weihnachtsbaum während der letzten Wochen eines Jahres immer wieder Objekte mit erhöhter Aufmerksamkeit, die diesem Zweck – sei es bewusst oder unbewusst – dienen. Leider verleitet uns die altbekannte Symbolik oft, zu sehr in die Vergangenheit zurückzublicken.

Farbenlehre

Die Farbe Grün wird als Farbe der Hoffnung bezeichnet. Nehmen wir sie doch in diesem Jahr – vom Räbker Weihnachtsbaum ausgehend – als Hinweis, die Gegenwart trotz Corona-Virus oder gerade deswegen hoffnungsvoll zu gestalten und die Zukunft noch fester in den Blick zu nehmen. Nicht nur, weil wir einen oder mehrere Impfstoffe alsbald erwarten, sondern weil wir mit Lust und Freude auf das Kommende die jedem Menschen gegebenen Talente und Möglichkeiten für die Gemeinschaft ausschöpfen wollen. Wie man unterschiedliche Menschen und Charaktere mit ihren Fähigkeiten zusammenbringt, hat der erfolgreich gestaltete Dorfwettbewerb vor nicht allzu langer Zeit bewiesen.

CL

PS: Nicht vergessen! Advent und Weihnachten sind christlichen Ursprungs. Man kann das Thema auch ohne Rausch so angehen:

Zum Beispiel mit einer Lichterkirche, wie heute für 70 Teilnehmer auf der Lelmer Kirchwiese

Oder in St. Stephani Räbke in aller Stille vor und mit dem Adventskranz

Ein Gotteshaus mit Inhalt-Foto Olaf Waldau
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