Einige Male werden wir noch wach, dann macht die AG Blüh im Winter schlapp

Jeder Stock eine Pflanze. An der Ostseite der StrOb entsteht ein neues Biotop – Fotos Marianne Broska, CL

Vor mehr als einer Woche wurde auf der StrOb im Sommerwinkel gebuddelt und vorbereitet, vor 8 Tagen wurden die Mausschutzkörbe mit Fingerspitzengefühl gedrahtet. Am vergangenen Mittwoch wurden mit abstandsgemäßen Zweiergruppen die Obstbäumchen als Hochstämme inklusive „Mäuseabwehrkörbe“ in den Boden gebracht und am Samstag (14. November) wurden eine große (unzählbare) Anzahl von Wildrosen, Feldahorn, Eberesche, Flatterulme, Holunderbüsche, Weißdorn, Haselnuss, Schneeballen in den tonigen Lehm, Bodentyp Rendzina, am Rande des Elms gebracht. Selbst gezogen oder aus der Natur entwendet.

Wo es besonders nötig war, mit Schutz vor Wildverbiss und Mäusen versehen. Ausgelegte Schafwolle aus Mühle 6 und die große Elmjagd am gleichen Tag werden vermutlich auch ihren zukünftigen Schutzanteil für die Bäume leisten.

Über die StrOb hinaus gedacht

Der Anfang zur Anlage eines „breiteren“ Biotops als nur einer Streuobstwiese ist gemacht. Der obere, ostwärtige Teil wird mit seine Wildrosen auf Dauer Wind abhalten, in Vergesellschaftung mit dem weiteren Gesträuch eine optimale Unterkunft als Feldgehölz für allerlei Getier und Vögel sein und auf kurz oder lang für ein angenehmes Mikroklima zum Wohle unseres Obstes sorgen.

Die neblige Weite der StrOb in Richtung Osten

Eine jetzt schon alte Idee aus dem Dorf-Leitbild ist, diesen „Saum des Lebens“ über den Feldweg nach Süden in Richtung Dorf bis an den Graseweg heranzuführen, wie es in früheren Zeiten ganz gewiss war. Orientierungspunkt ist die alte StrOb Hube gegenüber der Räbker Klagemauer. Wir haben die Hoffnung, dass die Räbker Feldinteressentschaft zustimmt, sogar mitmacht, um die oft wiedergegebene Mär von der technikunfreundlichen Natur ins Gegenteil zu verkehren. Damit schaffen wir einen prächtigen, naturnahen Verbindungsweg vom Neubaugebiet in den dann noch näher wirkenden Elm.

Den Weg ins Dorf (l.) kann man „verschönern“, oder?

Martinstag mit neuer Bedeutung

Am 11.11. kam dann der Termin, um die angekündigte Ersatzbeschaffung von 5 Apfelbäumen in den Boden zu bringen. Auch deshalb, weil der St. Martins-Umzug mit den Kindern ausfallen und weil die nicht wirklich existierende RKG (Räbker Karnevalsgesellschaft) ihren jährlichen Start in die närrische Saison auf unendlich – hoffentlich nicht in ein Schwarzes Loch – verschieben musste.

Das Zweier-Team auf C-Abstand

Starke Unterstützung beim Setzen der Ersatzbäume erhielt die AG Blüh durch die Kleingruppe Broska (Marianne und Karl-Heinz) aus Helmstedt, die sich verblüffend oft mit Unterstützung unterschiedlicher Mobilitätsmittel in Räbke und Umgebung rumtreibt. Marianne Broska (RC Helmstedt) hatte in ihrer Regierungsperiode als Governor des Distriktes 1800 die Idee der Streuobstwiese nach Räbke getragen. Einige treue Untertanen füllten den Gedanken mit Aktivitäten aus und machten und machen über die Jahre mit.

4 Ersatzbäume stiftete die Gemeinde Räbke, 1 Baum kommt vom Rotary Club Helmstedt, bzw. von Beatrix Flatt als “Lohn“ für ihren Vortrag zum “Grünen Band“ im Clublokal, als man sich noch in größerem Rahmen treffen durfte.

Die AG Blüh wird bis zum Abschluss des Corona-Jahres 1 noch einen praktischen Blick auf die auszuführenden Neuanpflanzungen in den Kreiselbeeten werfen und die notwendigen Winterbefestigungen der 2019 gesetzten Flatterulmen vornehmen. Dann kann langsam Corona-Jahr 2 kommen.

CL

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