Zwischenstationen eines heißen Sommers 2020

Aus einer Richtung: Dorf ohne Namen – Fotos CL

Wie lautet der Jahresvergleich mit 2019? Ist der heurige Sommer noch intensiver in der Wirkung auf alles, was kreucht und fleucht? Oder öffnet das Virus die nach oben offene Hitzeskala durch psychologische Tricks?

Ja, natürlich. Der Vegetationsverlauf war nicht nur gefühlt ein anderer. Nichts Neues. Diese Aussage ist in Wirklichkeit keine. Trifft irgendwie auf jedes Jahr zu. Dennoch kann man den Endruck gewinnen, dass die Menschheit nach wie vor dabei ist, einen Krieg gegen das Klima zu führen, den sie nicht gewinnen kann.

Auch die Niederschlagsverteilung war eine andere. Und gar nicht mal übel für Torsten Kluges neues Insekten-Bienen-Paradies auf dem zur Gemeinde gehörenden Vorgewende vor seinem Haus, welches wir einfach auf sein Gartengrundstück verlängert und gestreckt haben. Wir berichteten im Räbke BLOG. Recht spät kam die Blumensaat aus der Aktion „Deutschland blüht auf“ in den Boden. Für das nötige Wasser sorgten der Hausherr und der Himmel, sodass das Summen der dankbaren Kleinflieger bis heute kein Ende nahm und ein angenehmer Geruch das Aufstehen des Blühpaten über Wochen begleitet. Und wenn man dann noch die Chance hat, die äußerst seltenen Holzbienen bei der Arbeit zu beobachten, entwickelt sich ein Urgefühl für Natur, das man kaum beschrieben kann. Torsten konnte es.

Der Erfolgsbericht über die Streuobstwiese im Sommerwinkel jedoch fällt eher spartanisch aus. Man sagt, wenn Bäume den Stress eines langen Jahres überstehen und gehegt werden, schaffen sie auch das spätere Leben. Ja, aber nicht alle. Die Mäusearmee ist stark.

Erste Abhilfe kommt vom Rotary Club Helmstedt. Beatrix Flatt aus Helmstedt hat als Gast am vergangenen Montag (10. August) über ihre etwa 1.400 Kilometer lange Wanderung entlang des Grünen Bandes an der ehemaligen innerdeutschen Grenze berichtet. Als Dank dafür erhielt sie neben einem Holunderbusch für Zuhause – überreicht von Präsidentin Meike Jenzen-Kociok – einen Obstbaum aus der Gärtnerei Schmidt, der der erste der Ersatzbäume auf dem Sommerwinkel werden soll.

So sollte es sein

Wenn man sich auf dem Mühlenweg von den Obermühlen kommend annähert und die KiTa und das Jugend- und Gästehaus je nach Geschwindigkeit und Gefährt auf sich zueilen sieht, erkennt man seit einigen Wochen nicht mehr, dass man in Räbke ist. Wo ist das Ortseingangsschild? Wann kommt der Ersatz? Oder gibt es da eine Geschichte, die ich noch nicht kenne? Will jemand unter unserem Namen beim nächsten Dorfwettbewerb antreten?

Bienenweide: Syngenta ist im Spiel

Vor zwanzig Jahren wäre es kaum vorstellbar gewesen. Nämlich, dass Chemie- und Pflanzenschutzgiganten sich auch öffentlich und mit großer Ernsthaftigkeit um die „Kleinheiten“ der Natur kümmern. Dem Grundstück Helmer gegenüber. Gegen Artenvielfalt – auch im Denken – kommt auf Dauer niemand an.

Räbke, besser die Pfarre, hat eine neue Sitzbank. Es scheint auf den ersten und zweiten Blick so, als ob sie aus der handwerklichen Hand von Roland Grewe stammt.
Gestiftet und bezahlt hat diese aber unser Chronikverein und damit einen guten Zweck erfüllt. Sie steht dort gut an Schunter, Pfarr-Rose und mit Blick auf St. Stephani. Nicht nur die Chormitglieder werden sich nach oder vor ihren sommerlichen Übungsabenden darüber freuen. Damit diese Freude überjährig hält und nicht wie beim Ortsschild abhanden kommt (s. o.), hat Vorsitzender Christoph Wäterling sie „angekettet“.

Rastbank vor der Pfarre

CL

1 Kommentar
  1. Angerstein Rainer
    Angerstein Rainer sagte:

    Liebe Leser,
    über diesen Bericht habe ich mich sehr gefreut, zeigt er doch so viele Initiativen für unser Dorf im Sommer.
    So gilt es Einigen dafür auch zu danken. Der Blühstreifen auf dem Gemeindegrundstück vor Torsten Kluges Garten ist eine herrliche Pracht – täglich freue ich mich darüber. Allen die an der Aussaat beteiligt waren danke ich herzlich. Einen besonderen Dank hat aber Torsten Kluge verdient, der durch das Bewässern einen erheblichen Beitrag zum Erfolg geleistet hat.
    Auch unserem Chronikverein unter der Leitung von Christoph Wäterling danke ich sehr herzlich für die gestiftete Bank, die am Pfarrheim einen wunderbaren Blick auf unser Räbker Wahrzeichen, nämlich auf unsere schöne Kirche – bietet.
    Sehr herzlich danke ich auch dem Rotary – Club Helmstedt – allen voran Frau Beatrix Flatt -, dass uns ein Ersatz – Obstbaum geschenkt worden ist. Herzlichen Dank dafür.
    Das Engagement für unser Dorf ist lobenswert und findet auch von auswärtigen Besuchern immer wieder Aufmerksamkeit und Anerkennung. Hierüber können wir uns Alle gemeinsam freuen.
    So wünsche ich allen Räbkerinnen und Räbkern und auch unseren Gästen weiterhin, den Sommer in unserer schönen Heimat zu genießen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Rainer Angerstein

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