Hat Räbke jetzt einen Blüh-Paten?

Die Blumen legen los – Fotos CL

Wenn Bäume fallen, entsteht Freiraum. Seit Jahren ist es in Deutschland eingeübte Praxis und gute Sitte – jedenfalls im weiten Feld der Natur – Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Will heißen: Wenn alte fallen, werden zum Beispiel neue Bäume gepflanzt oder Hecken errichtet, die nach heutiger Expertise in das Umfeld passen und einen vergleichbaren ökologischen Nutzen haben oder besser, noch wertvoller für Mensch, Tier und Natur sind als die Gegebenheiten der Ausgangslage.

In diesem Fall war es eine Birke, die nahe am Grundstück Torsten Kluge am Übergang Hauptstraße/Graseweg in Richtung Warberg gefällt wurde. Mit der sich anschließenden Grundüberholung der das Grundstück umschließenden Hecke ergab sich automatisch ein größerer Freiraum zu beiden Seiten des „Stromhäuschens“ am Graseweg, für den sich eine Nutzung als insektenfreundliche Blumenwiese anbot. Also in dieser Situation: Baum weg, Quadratmeter Sommerblumen her!

In Abstimmung mit dem Bürgermeister und Hauseigentümer Torsten Kluge, der als mithelfender Dorfangehöriger und Vermesser im Ruhestand Freizeit und Gerät einbrachte, bearbeitete die AG Blüh (inklusive der Säarbeit von Charlotte Koch) das Terrain. Wir berichteten darüber bereits vor einiger Zeit im Räbke-BLOG: https://raebke.de/2020/05/24/raebker-makro-blog-ag-bluehendes-dorf-5/

Glück gehabt: Es blüht

Ab sofort kann man sich das Ergebnis live, blühend und von unterschiedlichen Insekten bevölkert, ansehen. Damit ist ein erster kleiner Schritt zu der gewünschten „Grünvernetzung“ des Dorfes vom Graseweg in Richtung Streuobstwiese und Elm getan.
Nicht nur für die Bewohner des Neubaugebietes „Am Bischofsberg“ ist der Graseweg die Hauptverbindung zum Bierweg/Elm, wohin man dann am Waldrand auch immer möchte. Ein Blick von unten – Standort Stromhäuschen – in diese Richtung, mit Sommerblumen und Obstbäumen bestanden, kann jetzt schon die Fantasie anregen…

Das Wasser-Glück, heute das wichtigste Begleitinstrument im Pflanzenbau, war der AG Blüh hold. Der zwischenzeitliche Regen und selbst die Gewitterschauer taten – wie man sieht – nicht nur der Phacelia/Bienenweide gut. Und nicht zu vergessen, dass Torsten häufig den Gartenschlauch in die Hand genommen und gewässert hat, von den Pflegearbeiten (Disteln, Knöterich und Melde den Garaus machen) ganz zu schweigen.

Am Torstens Birnbaum: Private Blumenwiese

Innere und äußere Vernetzung

Als kleines Dankeschön für seinen Einsatz hat die AG Blüh mitgeholfen, seinen Naturgarten innerlich mit den äußeren Ansaaten zu vernetzen, sodass auch er mittlerweile über eine prächtige Blumenwiese verfügt und sich nicht nur an Kornblumen, Kornrade und Klatschmohn, sondern auch an Mittendrin-Sonnenblumen erfreuen kann.

Für seine Unterstützung und sein Mitmachen vor und nach der Arbeit haben wir ihn zum 1. Blüh-Paten ernannt, was er allerdings noch nicht weiß. Manchmal kommt man nur mit Mut weiter.
Es wäre sehr schön, wenn wir nach und nach in Räbke und drumherum noch weitere Flächen finden und angeboten bekämen, die diesem soeben beschriebenen Zweck dienen. Auch im September ist noch Aussaatzeit, die AG Blüh-Mitmacher sind stets zur tätigen Mithilfe oder Beratung bereit und für Einfälle und Ideen offen.

CL

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