Am Samstag ging es Schlag auf Schlag: Pilgern und Mühlenromantik

Der Veltheimer Pilgerbegleiter Sepp Pongratz (l.) mit Mitgliedern und Gästen des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem- Fotos CL

Pilgersaison ist gestartet

Nachdem bereits am vergangenen Donnerstag (25.06) drei Pilgerinnen den Braunschweiger Jakobsweg begingen und natürlich im 7-Mühlen-Dorf Station machten – übrigens dabei eine Wiederholungstäterin mit Übernachtung in der Mühle und Pilgerherberge Jensen – erreichte am Samstag gen Mittag die erste Gruppe „während“ der Pandemie unter Leitung des Veltheimer Pilgerbegleiters Sepp Pongratz Räbke.

Start war für die sechs Köpfe an der Pfarre, einhergehend mit dem Wunsch, das Silberdorf bei einem 30minütigen Rundgang näher kennen zu lernen und sich dann pilgernd und teilweise auch schweigend nach Frellstedt zur Vesper zu bewegen. Weiter ging es dann auf dem Schunter-Radweg nach Süpplingen zur katholischen Kirche St. Bonifatius.

Blick zurück unter den Linden am Mühlengraben, ehe der Weg zur Vesper nach Frellstedt führte

Nach Informationen zur Bauhaus-Familie Gropius, die eine Wurzel in Räbke hat, zum Räbker Pfarrer und späteren Bischof Erdmann sowie zur Historie und Struktur des Dorfes an Elm und Schunter wurde der nächste „Beobachtungshalt“ im Dorfzentrum am Siegerstein und an der Ortstafel durch die Neiseken-Gasse erreicht. Wie üblich zu dieser Zeit lockerten die Dorfenten und -gänse das Geschehen auf. An der Alten Schule vorbei ging es über die Arme Reihe zur Mühle Liesbach (ML), die den historischen Endpunkt der kleinen Tour darstellte, ehe man Frellstedt, Süpplingen und zum Abschluss Veltheim (per Auto) mit einer Pilgersuppe bei Sepp Pongratz im Garten in den Blick nahm.

Mühlenland Niedersachsen – ein Video der besonderen Art

Die Samstag-Pilgergruppe „vesperte“ bereits im Nachbarort drei Kilometer weiter, da erschienen in der Mühle Liesebach die nächsten Besucher. Die Mühlenfreunde aus Erkerode und Wendhausen waren die Ersten; es folgten pünktlich um 13:00 Uhr die Filmemacher Ansgar Rahmacher und Florian Butt, die bereits vor zwei Jahren in Räbke weilten und ein dreiminütiges Video über die Mühle Liesebach als Teil ihres Gesamtprojektes „Mühlenland Niedersachsen“ gedreht hatten. Darüber hinaus haben die beiden mit ihrem Virtuellen Mühlentag Pfingstmontag 2020, an dem die Räbker Müller dank des Videos von Horst Eberhard auch teilgenommen haben, Geschichte geschrieben.

Sie übergaben ihr Werk mit der Präsentation von 180 niedersächsischen Mühlen und weiteren fachlichen Themen in Form eines USB-Sticks (für Rechner und Fernseher handhabbar) in einer kleinen Feierstunde nun persönlich und direkt an die anwesenden Mühlenfreunde der drei Dörfer; und auf Räbker Mühlengrund natürlich speziell an den Vorstand des Fördervereins, vertreten durch den Vorsitzenden Klaus Röhr und Schriftführerin Ursula Rosen.

Der Förderverein berichtet noch etwas intensiver: HIER

Und HIER noch einmal das dreiminütige ML-Video auf dem Räbker YouTube-Kanal. Es lohnt sich!

Die Video-Macher Ansgar Rahmacher, Bochum und Florian Butt, Syke, mit Ursula Rosen und Klaus Röhr (v.r.n.l.)

CL

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