Nicht nur am Kaiserdom in Königslutter…

auch am Graseweg in Räbke: Night of the Light

Stopp für die Veranstaltungswirtschaft – Foto Ute Koch

Auf den ersten Blick merkt man es nicht immer, oder aber eine eher zufällige Begegnung macht ein Fass auf: Kultur schwebt stets und überall über den Wassern und ist im Normalfall höchst aktiv und virulent. Ehrenamtlich, professionell und bezahlt, im Dorf, in der Stadt…

Ein Hoch auf unser föderalistisches System, das uns auf diese Weise bereichert und uns lokale Gegebenheiten schenkt, die Lebensgefühl und -qualität vermitteln können. Kultur bestimmt in unterschiedlichen Ausprägungen unser Leben, ob wir wollen oder nicht. Ob wir es wahrnehmen oder nicht.

Die Corona-Pandemie hat auch hier den Tisch „frei“ geputzt. Keine Festivals, keine Mitgliederversammlungen, keine Führungen und Museumsbesuche, keine Konzerte, keine Messen. Jeder kann die Aufzählung für sich fortsetzen – auch über den Besuch eines Zweitligaspiels in Braunschweig hinaus. Ja, es stimmt. Eine Vielzahl von kreativen Ideen sind trotz innerer Begrenzung auf „kleine“ Teilnahme entstanden. Wenn man so will: eine spezielle Corona-Kultur, die hoffentlich dazu beigetragen hat, das Innenleben und das Vertrauen der Kulturschaffenden in ihre Berufung aufrecht zu erhalten.

Dr. Norbert Funke ist Kulturmanager der Stadt Königlutter. Von ihm habe ich am vergangenen Montag die grobe Drei-Gliederung der Kulturszene vor Augen geführt bekommen. Sie besteht nämlich a. aus den Veranstaltern, b. den Künstlern und c. aus der Veranstaltungswirtschaft.

Genau die Letztere wollten mit der Night of Light in der Nacht vom 22. auf 23. Juni 2020 ein Zeichen setzen. Hunderte von Gebäuden wurden in Deutschland rot beleuchtet oder angestrahlt. Als Alarmstufe ROT für die Branche, die als erstes in den Pandemie-Ausstand eintreten musste und als letzte wieder langsam in den Vor-Normalbetrieb einsteigen darf.

Auch unser Räbker Einzelunternehmer Sebastian Koch ist als Veranstaltungsprofi davon direkt betroffen. Deshalb erstrahlte das Haus der Familie am Graseweg aus Solidarität ebenso rot. Für mich auch ein Kultursignal der Betroffenheit und des Mitwirkens am Großen und Ganzen. Wir wünschen ihm, dass Udo Lindenberg bald wieder durchstarten kann.

Anderes Thema, aber auch Kultur – in Braunschweig

„Wie wollen wir leben?“ ist die Überschrift einer Ausstellung des Braunschweigischen Landesmuseum und der Evangelischen Akademie Abt Jerusalem in St. Ulrici-Brüdern. Sie startet bald, nämlich am 27. Juni und dauert bis zum 14. Februar 2021.

Wie gehen wir mit den großen ökologischen, sozialen, wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen und den damit verbundenen Widersprüchen um?

HIER IST DER FLYER zur Ausstellung:

CL

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