Epochenwandel auch für den ländlichen Raum: Digital gewinnt noch nicht immer

Das Team Digital im Meinungsaustausch mit dem Mühlenvorstand – Foto CL

Von Winston Churchill stammt der wunderbare Satz: „Lass niemals eine Krise ungenutzt!“ Und so wenig man zum Beispiel als Einzelperson oder als Ortsverband einer Partei gegen die Globalisierung ankämpfen kann, lohnt es sich auch nicht, das Gleiche mit der Digitalisierung zu versuchen. Wie so oft kommt es auf das rechte Maß der Umsetzung für die Menschen an und auf die Transparenz für die Betroffenen. Und letztlich sind wir alle berührt, ob wir wollen oder nicht: Der Großvater, der sich auf dem Smartphone das Foto der Enkelin anschaut, der Schüler, der seine Hausaufgaben am Tablet digital löst oder der Landwirt, der seine Maschinen „fremdgesteuert“ auf dem Acker arbeiten lässt.

Das Corona-Virus ist ein Verdeutlicher, ein Verstärker und zeigt schonungslos Schwächen auf: im Bildungssystem, in der Digitalisierung, im Gesundheitswesen, in der Infrastruktur…

SuperVectoring ist keine Lösung

Nutzen wir die Krise jetzt und heute für die Dörfer, für den ländlichen Raum, für die digitale Vernetzung mit bestmöglicher Technik „an jeder Milchkanne“, mit der Ausstattung Breitband/Lichtwellenleiter! Lassen wir uns nicht abspeisen mit SuperVectoring, welches noch nicht einmal sauber funktioniert. Und lassen wir es uns nicht gefallen, dass ein Teil von Räbke modern werden darf und der andere Teil im Mittelalter verharrt, weil er früher einmal bessere digitale Voraussetzungen gehabt haben soll.

Wär schon erstrebenswert, wenn die Kabel zu allen Bewohnern führten – Foto Horst Eberhard

Es war von Beginn an ein Mangel, dass wir als Bürgerinnen und Bürger und auch unsere kommunalen Vertreter auf allen Ebenen diese Entwicklung widerspruchslos hingenommen haben (bis auf Süpplingenburg, das letztlich bei der Bundesnetzagentur Erfolg gehabt hat).

Es lohnt sich für unsere Zukunft und die der nachfolgenden Generationen zu kämpfen. Nichts geht mehr ohne Breitband und 5G-Netz.

Corona sollte jetzt unser Antreiber sein. Action!! Damit die viel für unser Dorf genutzte Vokabel Innovation auch mit Inhalt gefüllt wird und keine Leerfloskel bleibt.
Schreiben an unsere Abgeordneten auf Bundes- und Landesebene sind unterwegs.

AK Dorfentwicklung und Mühlenverein gehen voran

Ganz praktisch arbeiten der Mühlenverein und der AK Dorfentwicklung an zwei – wie könnte es anders sein – digitalen Projekten. Der an Pfingstmontag üblicherweise stattfindende Deutsche Mühlentag wird ein digitaler sein. Das Digital Team des Dorfes arbeitet intensiv unter Leitung von Horst Eberhard an einer Videoproduktion. Und auch der Tag des offenen Denkmals am 13. September 2020 soll ein Thema für uns sein. Das digitale Programm ist gerade mit dem Ortskuratorium der Stiftung Denkmalschutz in der Mache. Lassen Sie sich überraschen!

Mittlerweile verfügt Räbke über einen eigenen YouTube-Kanal, der mit einem ersten Video von Ansgar Rahmacher, Deutsche Mühlenvereinigung, bestückt ist.

https://www.youtube.com/channel/UCRK7yNxHbpr99Z2xyFLxdjw

Ebenso wie der Pfarrverband Lelm. Pfarrer Tobias Crins „sendet“ bereits seit Wochen jeden Tag wieder.

https://www.youtube.com/channel/UCaWY5APQsqcDDuvAib7wP0w

Es lohnt sich reinzuschauen.

CL

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