Der Mai ist gekommen – der Frühling schon lang

Rapskreisel zwischen Elm und Asse – Fotos CL

Vier Wochen so ungefähr gelbe Jahreszeit! Eine ewige Wiederholung „zwischen“ April und Mai. Dem Raps sei Dank, auch wenn aus produktionstechnischen und letztlich aus agrarpolitischen Gründen die Anbauflächen im laufenden Erntejahr erheblich zurückgegangen sind. Der reizvolle Anblick bleibt trotzdem – mit dem speziellen Geruch, der durch die Lande wabert. Und die Rundumsicht von der Höhe intensiviert sich sogar, weil das Profil unserer Kulturlandschaft zwischen Helmstedter und Schöppenstedter Mulde deshalb noch gegliederter daher kommt, als ohnehin schon.

Ja, auch hinterm Elm liefert die Landschaft reizvolle Ausblicke und Einsichten, die man allerdings regelmäßig nur erfährt, wenn man auf zwei Rädern oder zwei Beinen unterwegs ist. Zum Beispiel auf dem Radfernweg Berlin-Hameln zwischen Weferlingen und Bansleben.

Jedenfalls sollte der Elm keine „echte“ Grenze sein, sondern eher der Anreiz, nach der Überwindung desgleichen in eine andere Richtung vorzudringen und mit den dortigen Menschen in Kontakt zu kommen.

Paul Koch aus Uehrde, Sozialdiakon i. R. aus der Propstei Schöppenstedt, ist so ein Mensch „der anderen Seite“, der sich seit Jahren gegen Atomkraft und für die Kinder aus Tschernobyl einsetzt. Einer, der äußerst freundlich redet und agiert, für Verbindlichkeit in Wort und Tat steht, der durchhält und sich nicht so leicht abschütteln lässt. Seine Gedanken zu Corona- oder Pandemie-Ostern erklären sich von selbst.

Paul Koch: Nachdenken über die „Zeit“

Keine weite Strecke bis Lucklum, wenn man das Reitlingstal hinter sich gebracht und den Braunschweiger Jakobsweg im Blick hat. Auf dem Rittergut nennt sich alles „gut“.
Einen besonderen Blick erlaubt die neue, alte Allee vor dem Herrenhaus. Früher von Kastanienbäumen geformt und heute? Nach dem Abgang der Altbäume? Eine besonders gelungene „Konstruktion“ der Planer, wie ich finde. Mit Linden, umsäumenden Gewächsen, Heckenbegrenzungen, Bänken.
Das erinnert mich an die Aufgaben mit unserem Räbker Thie und wie wir in unseren Überlegungen zum kleinsten Landschaftsschutzgebiet im Landkreis Helmstedt noch gefordert werden. Aussitzen hilft jedenfalls nicht weiter, wenn die Natur im Spiel ist.

Lindenallee vor dem Herrenhaus in Lucklum: Bereits im Frühstadium der Bäume eine Augenweide

Die Schöppenstedter Mulde wäre keine Mulde, wenn man von den seitlichen Ausläufern keine Aussicht in Richtung Asse und Wolfenbüttel hätte.

In Reichweite der Vahlberger und der Asseburger

Und auch in Räbke gab und gibt es neue und andere Bilder. Auf dem Abenteuerspielplatz neben der KiTa ist – bisher noch von Weitem – ein Piratenschiff und dessen kleinere Schwester zu bestaunen; eine Matschanlage für die Kinder ist im Werden. Und das Brennecke-Peltzer-Monfort-Haus an der Hauptstraße 24 gegenüber der Kirche macht Baufortschritte und nutzt die Baugerüste zu politischen Aussagen und Bekenntnissen. Auch neu in Räbke!
Zu guter Letzt: Ende April – wurde der Südwest-/West-Flatterulme eine bessere Sicht und größere Konkurrenzfähigkeit ermöglicht. Die meisten Weißdörner an der Steinwelle sind auf den Stock gesetzt.

CL

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