Corona-Zeiten: Vorteil Dorf?

Viel Abstand zum Nachbarn, viel frische Luft, enge soziale Kontrolle: das Dorfleben. Foto CL

Die renommierte Süddeutsche Zeitung verleiht in ihrem letzten Magazin (27.03.2020) in der Rubrik Abschiedskolumne dem Dorf, dem Ländlichen Raum eine Sprache, wie ich sie persönlich seit 14 Tagen auch verstehe und empfinde. Wir Dörfler sind in Krisenzeiten gar nicht so schlecht dran. Man muss dieses gefühlte und erlebte Wissen ja nicht genießen oder gar stolz darauf sein; aber schön ist es doch, wenn genau das auch andere merken, die bis vor kurzem noch in einer großstädtischen Welt lebten und wohnten. Jedenfalls wird das früher häufig anzutreffende abschätzige Verhalten von Städtern, die am Wochenende in die Einfachheit des Landes mit seinen Bewohnern flohen, ein weiteres Stück intensiver relativiert.

Der deutsche „Dorfpapst“ und Humangeograf, Prof. Gerhard Henkel, Universität Duisburg-Essen, hat 2016 ein Buch mit dem alles sagenden Titel „Rettet das Dorf – Was jetzt zu tun ist“ veröffentlicht. Es sei jedem zur Lektüre empfohlen – egal ob Politiker, Unternehmer, Kirchenfürst oder Normalbürger oder -bürgerin. Nicht nur in Zeiten einer Pandemie, wenn die Zeiger der Uhren etwas langsamer zu laufen scheinen und wir alle uns irgendwie auf die Suche nach verlorenen Zeiten begeben haben.

Wirtschaft kann auch lähmen

Einmal mehr wird aufgezeigt, wie Politik und Verwaltung – aber auch Kirche – auf breiter Front Probleme aussitzen, sich fast ausschließlich an so genannten wirtschaftlichen Zwängen orientieren, populärer Umfragepolitik hinterher laufen und den Gestaltungsauftrag zu „guter“ Politik, der immer auch Schmerzen verursacht, vernachlässigen. Und wie wir gerade fast stündlich bemerken: In Krisenzeiten ist plötzlich alles anders und vieles geht, sogar gegen Widerstand.

Abschiedskolumne
Mal ist es die CD-Sammlung, dann die Lieblingskneipe – und dann wieder geht es um ein ganzes Lebensgefühl. Es gibt ständig Dinge, von denen wir uns verabschieden wollen oder müssen. Unsere Autoren tun das in dieser Kolumne.  

Die Süddeutsche Zeitung über ihre Abschiedskolumne

Bitte lesen Sie den Beitrag von Vinzent Tschirpke in der Süddeutschen. Er kann beruhigen und zur Freude darüber anregen, dass wir in Räbke wohnen und leben:

PS: Darüberhinaus spielen unsere Räbker Neubürger bereits eine mit entscheidende Rolle. Glücklicherweise nicht nur wegen der äußerst geringen Baulandpreise.

CL

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