Was heißt BINGO? B-raunkohl I-st N-icht G-rün,O-der?

Roul Betzner eröffnet den botanischen Nachmittag als Braunkohlwanderung

Wann ist eine Veranstaltung mit über 100 Teilnehmern und Teilnehmerinnen – darunter eine erkleckliche Anzahl von Kindern und Jugendlichen – eine dörfliche Übung? Diese Frage stellt sich die Turn- und Spielvereinigung Räbke e. V. schon seit einigen Jahren. Und wenn man nicht rechtzeitig springt, soll heißen, sich anmeldet, mag es sein, dass Platzgründe im Jugend- und Gästehaus (JuG), Am Kirchberg 40, zu einer Roten Karte führen.

Nicht alle Mitglieder und Freunde der Spielvereinigung, die am Samstagnachmittag (15.02.2020) mit Herz und Körper dabei waren, können aus unterschiedlichen Gründen an der etwa 10 Kilometer langen Wanderung mit zwei technischen Halten (TH) teilnehmen. Jedoch gegen 17:00 Uhr sind dann alle in fröhlicher Erwartung auf den Braunkohl, der sich auch Grünkohl nennen darf, im Silber-Saal des JuG vereint.

Der Zug der Grünen Schar gen Elm und zurück

Bei frühlingshaften Temperaturen, Sonne, ohne Wind oder gar Sturm und blauem Himmel gab Vorsitzender Roul Betzner den Startschuss für die in Masse in dezentem Grün- oder Beigeton gekleidete Schar, die nach der Schlechtwetter-Kurztour in 2019, den langen Parcours zu absolvieren hatte. Immer, wenn im Februar eines jeden Jahres eine gewisse menschliche Überbevölkerung im ländlichen Raum sich über den Vorbau des Elms an der neu gepflanzten Streuobstwiese vorbei in Richtung Höhenzug und zurück bewegt – zeitlich eingegrenzt auf einen Samstag – ist mit hoher Treffsicherheit in der Vermutung von der TSVer Braunkohlwanderung auszugehen.

Technischer Halt 1: Vorbereitungen zum Wettbewerb

Aber das ist es ja nicht allein. Da wird im Wettbewerb mit Bällen in ein Gefäß geworfen (TH 1) oder am TH 2 ein gewisser Klön-Höhepunkt erreicht, der vermutlich auf das Vorspiel mit leicht alkoholischen Getränken, auf den Verzehr von Gummitieren oder einfach auf den Sauerstoffüberschuss im Blut und die Freude des Wanderns an der frischen Luft zurückzuführen ist.

Stillleben ohne Anwender

Nach etwa drei Stunden inkl. Schuhreinigung war die „grüne Schar“ mit ihrem Anführer zurück und überzeugte sich zunächst online vom Spielausgang Wolfsburg-Hoffenheim. Die Wartezeit bis zum Eintreffen der Kohl-, Fleisch- und Wurstlieferung aus Bornum (Landschlachterei Klaus Meier) wurde mit einer ersten Siegerehrung der Elm-Waldpiele überbrückt, und bei den Tischgesprächen zog so manche Erinnerung an fernere Räbke-Zeitalter durch den Raum.

Ideen-Pool ums Dorf

Als hätte es noch eines praktischen Beweises bedurft: Gruppen oder leichte Anhäufungen von Personen sind in Räbke eine Garantie für ein Reservoir an kreativen Gedanken. Sozusagen als Beilage zum Braunkohl.
Am 13. September ist Tag des Offenen Denkmals in Deutschland. Ein Teilnahme-Grundstück in Räbke haben wir bereits. Das „Haus Brennecke“ ist dabei und die neue Besitzerin, Sonja Peltzer-Montfort aus Groß Twülpstedt, natürlich auch.
Wir Räbker könnten ergänzen mit einem Gesamtbild unserer Gruppen- und Einzeldenkmale inkl. Thie, Mühlen etc.
Schaun mer mal!

Essen, trinken, spielen, klönen, spinnen

Der Bufett-Braunkohl schmeckte; Vergleichbares wurde von den Sauerfleisch-Anwendern vermeldet, sodass die historischen BINGO-Spielchen mit viel Freude und unterschiedlichen Glücksfehen Bewegung nach dem Genuss ins Haus brachten.
Auch die Silber-Saalwette – wieviel Panini-Fußballspielerbilder passen in ein etwa 2.000 Kubikzentimeter fassendes Gefäß – fand einen Gewinner, dessen Name mir wegen der Veranstaltungsdauer über 23:00 Uhr hinaus leider entfallen ist.

Naturwissenschaft mit Grenzen

Mein persönlich eher mathematisch-physikalisch orientierter Lösungsversuch bei bei der Saalwette scheiterte an der genauen Bestimmung der Papierdichte der „Spieler“ und der missglückten Limes-Rechnung der Fehlstellen im Behälter. Womit im Nachhinein meine Schwächen im Vorabitur 1968 bestätigt wurden. Auch so ein Ergebnis der Braunkohlwanderung. Na ja; vielleicht hat sich das bis Februar 2021 geändert.

Für alle, die diesmal nicht dabei sein konnten: Anmelden 2021 nicht vergessen. Beim Winter bin ich mir nicht sicher, aber die nächste Braunkohlwanderung kommt bestimmt.

Ein Dank geht an die Sportheimjugend, die wiederum das Service-Geschäft übernahm und sich hoffentlich über eine große Hälfte des Veranstaltungsüberschusses freuen kann.

An der Steinwelle liegt die KiTa, nicht das JuG-Fotos CL

CL

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