Berlin Part III: Nach der Feier zu den Besucherströmen der Grünen Woche Räbkes Messeauftritt – Überlaufener als der Jakobsweg

Unterwegs unter dem Funkturm im Auftrag des Ministeriums: Heimat für zwei erfolgreiche Messetage in Berlin – Fotos CL

Vom CityCube im Süden des Messegeländes verlegten die Räbker am Tag nach der Ehrung und am 26. Januar ihre aktive Präsenz mehrere Hammerwürfe weiter nach Norden. Dort befindet sich seit jeher die Halle 20: nicht nur in Fachkreisen besser bekannt als Niedersachsenhalle. Hier tobt das Leben und die Lautstärke.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben: In einem Teil der Halle gastieren auch die Thüringer mit ihrer Schau der Besten und den landeseigenen Spezialitäten, nicht nur mit Rostbratwurst.

Was hat das nun alles mit unserem 7-Mühlen-Dorf zu tun?

Der Weg zum Niedersachsenmeister im Dorfwettbewerb 2018 brachte für Räbke viele neue Kontakte ins Haus und schuf automatisch hilfreiche Netzwerke. Niemanden kann es verwundern, dass dazu als Person auch Ralf Gebken aus dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft (MEL) gehört. Er ist derjenige, der uns beraten und begleitet hat, der den Wettbewerb und die ländlichen Regionen mit seinen Ideen, Anregungen und Erfahrungen aus unzähligen Wettbewerben in der Vergangenheit nach vorn bringt.

16 Dörfer für das Bundesland Niedersachsen

Allein schon deshalb stand nach der Bekanntgabe der Landessieger im September 2018 die Frage im Raum, welche Dörfer Niedersachsen im Wechsel auf dem Messestand des Ministeriums vertreten, für sich und damit auch stellvertretend für „Unser Dorf hat Zukunft“ werben. Das Räbker Ja dazu lag schnell vor. Es folgten Vorbereitungsgespräche, u. a. in Hannover und Bad Zwischenahn, denn außer Räbke gab es weitere 15 Gewinnerdörfer aus den Vorjahren, die ebenfalls beteiligt werden sollten. Die Internationale Grüne Woche dauert immerhin zehn Tage.


Die Mühlen waren das Konzept

Sabine Köpnick hatte als 1. stv. Bürgermeisterin die organisatorischen Fäden der Vorbereitung in der Hand. In Räbke geht fast nichts ohne Personal und Material aus der Mühle Liesebach. So waren Klaus und Roswitha Röhr in der Vor- und Nachbereitung besonders gefordert und auch die Ersten, die bereits am Freitagabend mit PKW und Anhänger die Halle 20 ansteuerten, also auf das Dorffest „aus dienstlichen Gründen“ verzichten mussten.

Den Mittelpunkt der eigenen Messestandpräsentationen – am Samstag gemeinsam mit Dudensen/Neustadt a. R. aus der Region Hannover und am Sonntag Räbke allein – bildeten also die Rapspresse (Ölmühle), der Römer-Mahlstein (Getreidemühle) und ganz besonders das Papierschöpfen (Papiermühle). Letztere Tätigkeit ergänzt durch ein Deutsches Stampfgeschirr in Bewegung, welches das mühlenangetriebene, mechanische Zerwirken von Lumpen versinnbildlichte und für eine weitere Erhöhung des ohnehin schon durch die Besucher verursachten Lärmpegels im Umfeld des Standes sorgte.

Unterschiedliche Flyer aus und zu Räbke, ein übergroßes Wandposter, Broschüren zu Königslutter, Helmstedt und der Region zwischen Elm und Lappwald rundeten das touristische Angebot für die allseits interessierten Messebesucher ab. Zwei elektronische Litfaßsäulen gaben bei Berührung ihr Wissen über Räbke und die anderen teilnehmenden Dörfer frei und verbanden beim „Touch“ sofort zu unserer Website. Ein Lob auf unsere Internetpräsenz: Jetzt haben wir einen Vergleich.

Die 4 Teams (Infostand und Logistik, Papier, Öl und Getreide) mussten Höchstleistungen verbringen. Konzentration, Durchhaltewille, Überblick, Rhetorik und Freundlichkeit waren bis ins Extrem gefordert. Die zwei letzten Messetage sind per se immer gut besucht, zum Teil auch überlaufen. Und jetzt noch die Räbker Attraktionen dazu! Wie sollte das gut gehen?

Es ging gut und machte sogar Spaß. Großen Anteil daran hatte die perfekte Kinderbetreuung, speziell in der Produktionskette „Räbker Papier“, die die meiste Aufmerksamkeit erfuhr. Es kam, was kommen musste. Kinder ziehen immer ihre Eltern und den Anhang mit. Und der Regelkreis zu einer allgemeinen Informationsrunde war geschlossen. Besser geht nicht. Dazu ein Brot-Dip mit Rapsöl, und das Leben auf der Messe strahlte wieder eine gewisse Normalität aus; jedenfalls für die Besucher des Räbker Messestandes.

Jubel, Trubel, Kinder, Besucher und andere Menschen aus Räbke und der Welt

USP oder Alleinstellungsmerkmal

Wer nach diesen bildlichen Eindrücken nicht verstanden hat, welches das Alleinstellungsmerkmal von Räbke ist, dem ist nun wirklich nicht zu helfen. Für mich gibt es sogar 2 „besondere Sonderheiten“. Könnte man beim nächsten Treffen des Arbeitskreises Dorfentwicklung vertiefen.

Wenn ich die Überlegungen unseres Landrates Gerhard Radeck richtig deute, denkt er über eine Konzentration der Messeauftritte des Landkreises in Deutschland und eine Beteiligung bei der Grünen Woche mit einem Gemeinschaftsstand nach. Ein Dorf als Ansprechpartner hat er; ein erstes Gespräch mit Ralf Gebken über die Gegebenheiten und Chancen hat stattgefunden. Er war übrigens mit dem Auftritt der Räbker hoch zufrieden.

Das Abbauteam RR/KR vom Kirchberg war am Sonntag (26.01.2020) gegen 22:00 Uhr an der Schunter zurück; der von der Burg Warberg ausgeliehene Anhänger am nächsten Morgen. Und ähnlich ist es den Teammitgliedern des Ausstellungsstandes gegangen, die mit der Deutschen Bahn in Richtung Elm die Hauptstadt verlassen haben.

Fazit: Schön war’s.

CL

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