2.500 Dorfkinder in Feierlaune – 30 Siegerdörfer rockten den CityCube in Berlin

Erste unverhoffte Begegnung mit einem Räbke-Aufsteller im CityCube- Fotos CL

Ohne Übertreibung und ohne Zweifel: Es war ein Fest der Superlative in der Hauptstadt, dieser Abschluss des 26. Dorfwettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“, eingebettet in die Internationale Grüne Woche (IGW). Bestimmt auch für die gut 20 teilnehmenden Räbker, die sich als Abordnung des gleichnamigen Silberdorfes gemeinsam im Bus am Freitag (24.01.2020) auf die Strecke in Richtung Berlin gemacht hatten und sich spätestens ab Frellstedt auf das einmalige Erlebnis freuten. Jedenfalls hatten das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung und die gleichnamige Bundesanstalt mit ihren Organisatoren fantastische Vorarbeit geleistet.

Der Reisebus der Räbker und Räbkerinnen traf pünktlich – wenn auch aus anderer Richtung kommend als geplant – vor dem CityCube ein, wo bereits der Helmstedter Landrat Gerhard Radeck auf sein Kreisdorf wartete. Damit startete ein Tagesablauf, der von den Verantwortlichen minutiös vorbereitet war. Nach Empfang der Eintrittsutensilien ging es eine Treppe höher auf die Ebene B – für den Nachmittag und für den Abend das „Ehrungs- und Feierplateau“.

Der Aufstieg zur Dorf-Macht, der Weg nach oben in Berlin

Schon allein der Blick und das erste Durchqueren des Saales machte Eindruck. Exakte Platzordnung der 30 Siegerdörfer, zusätzlich kenntlich gemacht durch herabhängende Banner mit den Dorfnamen und einem eigens kreierten Logo und, und, und…
Eine Hauptbühne, zwei Nebenbühnen für die Fotos und in der Mitte des Saales ein erhobenes Rondell, wo am späteren Nachmittag Bubis Brass Band mit 18 Personen Platz fand und Live-Musik vom Feinsten und in jeder Stilrichtung zelebrierte.

Die Ministerin (l.) und das Moderatorenteam der Veranstaltung

Die Profi-Moderatoren hatten bis in den Abend hinein Schwerstarbeit zu leisten. Heike Götz, Rundfunkjournalistin und in Niedersachsen bekannt aus der Serie Landpartie sowie der Berliner Moderator Peter Voss übernahmen die Überleitungen zu den Veranstaltungsteilen und hatten auch ansonsten etwas zu sagen, zu singen. Oder sie bezogen das ob der Dauer nicht immer aufmerksame Publikum mit ein.

Nachdem gegen 14:00 Uhr Bundesministerin Julia Klöckner eingetroffen war, konnte der Einzug der „Nationen“ beginnen. Getaktet in der Reihenfolge 7 Bronzedörfer, 15 Silberdörfer und dann die 8 Golddörfer marschierten die Delegationen jeweils zu 5 Personen mit Dorfschild unter dem Applaus der Sitzenbleiber in die Halle ein. Die erste Fotosession der 3 Medaillenränge mit der Ministerin nahm ihren Lauf, ehe in einem zweiten Schritt alle 30 Siegerdelegationen auf ein Foto gebracht werden mussten.

Ehrenamt braucht Hauptamt

Die Festrede der Ministerin war (Gott-sei-Dank) kurz und knackig. Sie spielte auf die nicht von allen geliebte und gerade gestartete Kampagne #Dorfkinder an, stellte sich vor den Ländlichen Raum und das Ehrenamt, jetzt mit eigenem Referat im Ministerium vertreten. Besonders hob sie die Ideenschmiede „Dorf“ hervor.

Anschließend folgte eine kurze Gesprächsrunde der Moderatoren mit den beiden Vorsitzenden der Bundeskommission, Landrat Dr. Reinhard Kubat aus Hessen, Bürgermeister Elmar Henke aus Bayern und mit zwei Dorfbeteiligten. Speziell der bayerische Bürgermeister schien gut vorbereitet und machte deutlich, worauf er u. a. bei seiner Bewertung der Dörfer schielt. Wie halten es die Dörfer mit der Inklusion? Korrigieren sie Fehler der Vergangenheit? Wie ist der Stil im Umgang miteinander?

Intenvises Ehrungsgeschehen: der Einmarsch der Fünf

Die Ehrung der 30 Siegerdörfer nahm fast zwei Stunden Zeit und Ausharren in Anspruch. Geht nicht anders, und ein Foto mit dem Parlamantarischen Staatssekretär Uwe Feiler – die Ministerin war zwischenzeitlich zu einer weiteren Veranstaltung abberufen worden – sollte auf der Nebenbühne mit jeder Dorfabordnung und 10 Personen auch noch professionell geschossen werden. Die Räbker Dorfentwickler waren an 17. Stelle gebucht; so wie in der Reihenfolge des abgelaufenen Wettbewerbes.

Gegen 17:15 Uhr „floss“ das erste Bier, und das voluminöse Bufett wurde eröffnet. Bubis Brass Band stieg nach zwei Solovorträgen ihrer Sängerin voll umfänglich und mit Power ins Unterhaltungsgeschäft ein. Und natürlich brachten sich einzelne Siegerdörfer mit eigenen Darbietungen in das Geschehen ein: Chorgesang mit und ohne Begleitung, Karnevalsballett, bayerische Blasmusik, Alphörner und Jagdhornbläser im Wechsel, Aperschnalzen…

Einmalig, besser geht nicht. Die verdiente Belohnung für das Ehrenamt im Ländlichen Raum.

Von einem, der die Dorffeste der letzten Jahre als Teilnehmer beurteilen kann!

Stimmung mit Bubis Brass Band aus dem Sauerland

Richtig heiß an Körper und in der Seele wurde es mit der Eröffnung der Tanzfläche gegen 19:30 Uhr. Eine kaum zu toppende Stimmung um die Band herum und an den Tischen. Und Menschen und Dörfer aus 13 Bundesländern, die sich blind zu verstehen schienen. Das Ende kam gegen 23:30 Uhr.

Schalmeien aus Langenreichenbach

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Ministerium es mit dem Ländlichen Raum wirklich ernst meint. Schön! Das im CityCube so hautnah Erlebte führt zu der Frage hin, ob es nicht genügend Gründe gibt, in absehbarer Zeit einen neuen Räbker Anlauf auf Gold ins Auge zu fassen.

Mitmachen heißt gewinnen!

Neuester Flyer des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Zu guter Letzt zwei Ankedoten von 24.01.2010:
Bürgermeister Rainer Angerstein hatte die Busbesatzung mit Äpfeln aus Räbke (Plantage Gartenbau Schmidt) versorgt. Allerdings gibt es eine Ministerin, die anlässlich der Grünen Woche von Termin zu Termin eilt und dabei Wegzehrung nötig hat. Also überrannte er im CityCube das Sicherheitspersonal und drückte Julia Klöckner einen Räbker Apfel aus Schmidtscher Produktion in die Hand.

Dieses Glück der Tüchtigen war dem Berichterstatter und dem Helmstedter Landrat nicht hold. Sie scheiterten daran, den beiden Vorsitzenden der Bundeskommission und dem Urkunden verleihenden Staatssekretär ein Bier auf die Bühne zu liefern, nach dem sie gierten. Die Bierausgeber-Chefin war – auch unter Androhung von Vollstreckungsmaßnahmen – nicht zu überzeugen, den Ausschank vor 17:00 Uhr zu öffnen. So hatte auch das arbeitende Ehrungspersonal zu leiden.

Weiter geht es morgen mit Teil II der Berichterstattung, nämlich der Räbke-Präsentation in der Niedersachsenhalle auf dem Berliner Messegelände am Funkturm. Mit dann noch mehr optischen Reizen.

Bis morgen!

CL

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  1. […] Pressesprecher Christian Lubkowitz über das Ereignis auf dem Räbker Blog. Auf der Homepage http://www.raebke.de finden sich detaillierte Informationen und Impressionen über die Auszeichnung in Berlin, dazu […]

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