Advent und Weihnachten können sehr unterschiedlich grüßen: Drei Beispiele! Wir suchen das Spezielle im Besonderen.

Schon geraume Zeit weithin sichtbar: eine Schunterquelle – Fotos CL

Auch wenn man das Geschehen zurzeit wegen Wassermangels mit den Augen kaum wahrnimmt: Die Schunter wird aus mehreren Quellen gespeist, die als so genannte Quelltöpfe aus dem Kalkgestein (Karst) des Elms hervortreten und eigentlich an der Oberfläche regelmäßig kleine Tümpel bilden. So war es jedenfalls über Jahrhunderte.

Weihnachten und versiegen oder verschwinden? Nein, das passt nicht zusammen. Manuela Schmidtsdorff aus der Obermühle hat (ich vermute, mit der Hilfe von Dag) vor einiger Zeit dafür gesorgt, dass die Schunterquelle mit Blick auf den Himmel und auf den Standort – unabhängig vom Wasserstand – immer sichtbar bleibt. Mögen die ersten Räbker Taufen, die dort in der Teufelsküche vor über einem Jahrtausend stattgefunden haben sollen, dafür sorgen, dass Wotan die Platzeiche mit Quelltafel vor heidnischem Sturm verschont.

Für Christen ist Weihnachten mit der Geburt Jesu die Quelle von allem. Und für die Muslime ist an Weihnachten der Prophet Isa (=Jesus) geboren.

Oder doch Umtriebigkeit, Geschäftigkeit und Genuss?

Für die Hannoveraner gehört ihre Weihnachtspyramide (mit menschlichem Inhalt) auf dem Weihnachtsmarkt zum Fest – passend neben H & M, wo auch sonst. Und für manch einen bedeuten Advent und Weihnachten auch Arbeit und vorbereitende Tätigkeiten, die anderen Freude bereiten sollen und vielleicht noch am meisten mit dem ursächlichen Zusammenhang der geweihten Nächte zu tun haben. Wir erinnern uns: Die Engel erschienen der arbeitenden Bevölkerung, den Hirten, mit der Ansage, dass der Heiland geboren ist. Ist wahrscheinlich heute aus mehreren Gründen nicht mehr so in die Tat umzusetzen.

Weil Fehlbedarf an Hirten, obwohl es sowohl im animalischen, als auch im humanen Bereich genügend Schafe gibt. Allerdings wäre diese Botschaft wahrscheinlich auf WhatsApp in alle Welt gestreut worden (mit Foto der Engel), und Herodes hätte die Heiligen Drei Könige nicht als Meldegänger gebraucht. Natürlich nur bei aktiviertem GPS.

Anders im 7-Mühlen-Dorf

So um den 4. Advent herum ist es höchste Zeit, an den Innenraum von St. Stephani zu denken. Da war doch noch was! Die Adventsfeier des Kirchenvorstandes und des helfenden Ehrenamts am vergangenen Donnerstag zeigte sich offensichtlich zu besinnlich, zu fröhlich, als dass man sich über die praktischen Vorbereitungen des Weihnachtsfestes innerhalb der Mauern unseres Kirchleins unterhalten hätte.

So ist es fast schon gute Sitte, dass die Frauen aus dem Vorstand die Initiative ergreifen und den ersten aktiven Part der Information (über WhatsApp) übernehmen. Wie immer, klappte das am gleichen Tag (Samstag) ab 14:00 Uhr verabredete Schmücken der Bäume mit unzählbaren geschmackvollen Anhängseln.

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Anschließend fielen nicht Taler oder Sterne vom Himmel, sondern Kekse aus dem Backparadies von Brigitte und Martina aus dem südlichen Räbker Gemeindebezirk Winkel/Kirchberg. Die logistische Vorübung für das nahende Fest vervollkommneten Rainer und Friederike, die am Körper warm gehaltene Spezialflüssigkeiten für den sofortigen Verzehr mit sich führten.

Der Berichterstatter verabschiedete sich gegen 15:15 Uhr in Richtung Angersteins Scheune zur Überprüfung der Gewinnabschöpfung bei Gartenbau Schmidt. Denn von hier kamen die „Kirchbäume“ oder auch im Wirtschaftsgebrauch „Elmtannen“ getauft.

Gesegnete Weihnachten, und bleiben Sie behütet!
Damit das Jahr 2020 mit einem lauten Startschuss beginnen kann!
Es sind ja die Zwanziger des 21. Jahrhunderts.

Horst und Christian

PS und in eigener Sache: Es stimmt, für Räbke war 2019 ein aufregendes, hervorstechendes Jahr. Und ja, auch reich an Höhepunkten. Letztlich jedoch waren die großen Ereignisse Einzelveranstaltungen mit punktueller Bedeutung. Jetzt kommt es vielmehr darauf an, aus den Erfahrungen und dem zugewonnenen Wissen ein Netz zu spinnen, das uns daran hindert, in den alten Trott zurück zu fallen.
Vieles, zu dem wir uns im Leitbild verpflichtet haben, ist noch offen oder gar nicht angegangen. Das kann auch zum jetzigen Zeitpunkt nicht anders sein: Räbke ist am Beginn eines Prozesses, der sich kontinuierlich weiterentwickeln soll. Als Schlagworte zu nennen sind zum Beispiel Dorfverein, Breitband, 7-Mühlen-Weg, Räbker Schunterqartier …
Also sollten wir auf dem Laufenden bleiben. Die elektronischen Medien und die regionalen Zeitungen haben das Bild unseres Dorfes nach außen in den letzten 18 Monaten sehr geprägt. Dies gilt es aufrecht zu erhalten, ja noch zu verstärken.
Deshalb danken wir allen, die uns mit Informationen aus den Vereinen, Organisationen und aus ihrem Umfeld versorgt oder Kommentare in unserem Räbke BLOG abgegeben haben. Wir freuen uns, wenn sich die Anzahl der „Mitspieler“ noch erhöht und in der gegenseitigen Kommunikation ein natürlicher Automatismus eintritt. Horst und ich sind zu jeglicher Unterstützung bereit.

2 Kommentare
  1. Swantje Jensen
    Swantje Jensen sagte:

    Lieber Christian, lieber Horst und Weitere,
    vielen Dank an die Autoren für die immer wieder gern gelesenen zahlreichen und interessanten Berichte und Bilder aus Räbke! Für das neuen Jahr wünsche ich Euch weiterhin viel Spaß, Elan und Unterstützung.

    Antworten

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