Stille Tage im November: Im Dorf tut sich etwas – trotzdem!

Der Taupunkt ist erreicht. Der Bullerjan verbreitet Wärme und Atmosphäre. – Fotos CL

Ja, der November ist regelmäßig kein Monat, über den man ins Schwärmen kommt. Eher gehen die Gedanken – oft unterstützt von düsterem Wetter – in eine andere Richtung. Fixpunkte, nicht nur für gläubige Menschen, sind Bezüge wie der Volkstrauertag, der Buß- und Bettag, der Ewigkeitssonntag, Allerseelen und Allerheiligen. Beim Blick in manche Gesichter könnte man den Eindruck gewinnen, dass es einen ernsthaften Wunsch nach mehr Licht, will sagen, auf die erste Adventskerze, gibt. Obwohl in der modernen Zeitrechnung des Handels und der Hersteller nicht nur gefühlt, der Weihnachtsmann und das Christkind schon seit September ihre süßen Gaben über den Erdball ausbreiten.

Da war der 1. Sankt-Martins-Umzug in Räbke (09.11) doch ein guter Start mit dem Leuchten der Laternen, Kinderpunsch und starker Beteiligung. Eine KiTa, ergänzt von der Kirchengemeinde, macht etwas mit Menschen. Jeder, der wollte, konnte das bereits bei der Andacht in St. Stephani fühlen, beim anschließenden Umzug oder beim Kinderpunsch auf dem Bewegungsflur an der Steinwelle.

KiTa-Kinder in St. Stephani

Die Terminabsprache von Gemeinde und Vereinen jeweils am Abend des Volkstrauertages setzte schon mal frühzeitig einige terminliche Duftmarken für das Jahr 2020, die der Bürgermeister alljährlich als Veranstaltungsplan in seinen Weihnachtsbrief einfügt. So wird es wieder ein Sommerfest geben, und auch über einen Dorfflohmarkt und einen Willkommenstag für Neubürger wurde zumindest diskutiert. Es wird spannend, was wirklich schriftlich niedergelegt wird.

Der Sozial- und Kulturausschuss hatte am 13. November in die Mühle Liesebach eingeladen. Die Ortsfestlegung folgte einem besonderen Grund. Horst Eberhard hatte die Variante ersonnen, das erste Mal in einem Veranstaltungsort des Dorfes eine flüssige WLan-Verbindung (von seinem Grundstück aus) zu kreieren. So konnte er seine 60minütige Präsentation zur offiziellen Räbker Website und wie man mit ihr als Bürger und Nutzer umgehen kann, live und sehr bildhaft erläutern. Und Tipps aus dem Publikum gab es für die Macher auch noch.

Horst Eberhard und seine Arbeit für die Räbker Website

Nicht verschwiegen werden soll, dass der Finanzausschuss der Gemeinde am 21. November öffentlich zusammenkam und der Gemeinderat am morgigen Mittwoch (27.11.), u. a. mit den Tagesordnungspunkten Haushaltsabschluss und -planung.

Es geht zur und um die Sache. – Foto Klaus Röhr

Im Arbeitskreis Dorfentwicklung diskutierten am Buß- und Bettag (20.11.) 15 Teilnehmer – nicht immer einvernehmlich -, welche Projekte als nächstes angegangen, und vor allen Dingen in welcher Geschwindigkeit, sich das verabschiedete Dorf-Leitbild mit den Einwohnern umsetzen lässt. Rechtsanwalt und Notar Torsten Schliephake, Helmstedt, beschrieb mögliche formale rechtliche Varianten und setzte, wie gewünscht, den Schwerpunkt beim Vereinsrecht an.

Am 23. November gestaltete die Jugendfeuerwehr ihren Adventsabend, der bereits um 15:00 Uhr begann. Für die Seele und den Magen: Es war vorgesorgt, und auch der Verkauf von vorweihnachtlichen Kleinigkeiten konnte sich sehen lassen. Das Ambiente wirkte selbst aus weiterer Entfernung noch anheimelnd. Kommunikation auf allen Ebenen und in alle Richtungen war angesagt.

Für alles und alle ist gesorgt.

Wir bleiben eng am Thema. Noch gerade so im November, gefühlsmäßig aber eigentlich schon dem Dezember zugehörig, veranstaltet der Förderverein Mühle Liesebach seinen 7. Adventsabend (hier anklicken) am 29. des Monats.

Fazit: Auch der stille Monat hat seine charmanten und manchmal auch lauten Seiten. Jedenfalls ist immer etwas los auf dem Hof. Wir sehen uns am kommenden Freitag ab 18:00 Uhr zum Monatsabschluss auf dem Mühlenhof.

Hohes Interesse – nicht nur aus Räbke

Fast vergessen: Ein Glanzlicht im dunklen November hat der langjährige Schriftführer des Mühlenvereins, Henning Schäfer, gesetzt (22.11.). Der pensionierte Lehrer und Bauingenieur hat mit seinem E-Bike den amerikanischen Kontinent von Nord nach Süd durchquert. Wer das hundert Tage und Tausende von Kilometern auf einem Sattel „aussitzt“, hat viel zu erzählen. Das tat er an drei Orten im Landkreis, und Räbke war natürlich dabei. Seine Verabschiedung aus dem Vorstand des Fördervereins spielte da fast eine Nebenrolle.

Zu guter Letzt: Baum-Profis haben zwei Fichten an der Pfarre entnommen und die Hainbuchenhecke gestutzt. Der Pfarrgarten wird nach und nach naturnäher. Keine Sorge! Ersatz folgt in Form von standortgerechten Büschen.
Bitte mal von der Mönchsmühle kommend – das ist der Hof Rosenblatt/Angerstein – auf der Hauptstraße in Richtung Pfarre schauen … oder das u. a. Foto genauer in Augenschein nehmen. Mir jedenfalls gefällt es so besser.

Freie Sicht und doch genügend Grün

CL

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