Tagung über dem Mühlengraben

Evangelische Akademie Abt Jerusalem kommt in die Mühle Liesebach

Akademiedirektor Dieter Rammler macht den Anfang. – Fotos CL .

Unter dem Leitthema “Mein Dorf – Unsere Zukunft“ beschäftigte sich am 24.10.2019 ab 18:30 Uhr der Arbeitskreis “Innovationen im Ländlichen Raum“ mit dem Dorf in der Landschaft. Nicht ohne Grund hatten sich Akademiedirektor Dieter Rammler und Veranstaltungsleiter Dr. Lothar Stempin, Kneitlingen, Räbke als das Dorf in der Landschaft am Elm im Tal der Schunter ausgesucht.

Räbke gehört im Dorfwettbewerb 2017/2019 “Unser Dorf hat Zukunft“ zu den 30 Siegern auf Bundesebene und wird im Januar 2020 in Berlin mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Und genau diesem Hintergrund, nämlich dem Bezug der umgebenden Landschaft der Elm-Börde-Region zu den hier ansässigen Menschen, wollten sich die 35 Teilnehmer und Teilnehmerinnen am vergangenen Donnerstagabend in der Mühle Liesebach widmen.

Nach der Begrüßung durch Dieter Rammler, den einführenden Worten von Dr. Lothar Stempin zum Ablauf des Abends sowie zu den angewandten Methodiken, stellte zunächst der Vorsitzende des Mühlenvereins, Klaus Röhr, die Mühle und die Aktivitäten der letzten Jahre vor, ehe Christian Lubkowitz die Verbindungen zum Dorfwettbewerb und zu den gewonnenen Einsichten im Themenfeld “Das Dorf in der Landschaft“ als einem wichtigen inhaltlichen Teil der Bewerbung herstellte.

Landschaftsfragen
Wie beeinflusst Landschaft Menschen und ihr Denken und Handeln? Wie trägt sie zum Wohlbefinden oder sogar zur Kreativität bei? Wie bindet sie Menschen an ihr Dorf? Ist sie Bestandteil der Dableibekultur im ländlichen Raum als so genannter Dritter Raum? Ist die Landschaft auch ohne sichtbare Nutzung und “Ausbeutung“ ein Wert an sich?

Kurzbeiträge von Thomas Jensen, Niedersächsische Landesforsten, Catarina Köchy, Landfrauenverband/Landwirtschaft und Dr. Gudrun Beneke, Abt Jerusalem Akademie Braunschweig, die den Blick speziell auf die Baukultur und Ästhetik für Energielandschaften richtete, vervollständigten den fachlichen Input.

In einem weiteren methodischen Zwischenschritt konnten die Teilnehmer auf den drei Ebenen der Wassermühle – also im Erdgeschoss, auf dem Walzenboden und auf dem Sichterboden – das Thema mit den jeweiligen Grundaussagen und Hilfe der Referenten weiter erkunden und erfragen.

Gespräche vor altem Gemäuer.

Der Abschluss erfolgte in Form einer Podiumsdiskussion im Veranstaltungsraum der Mühle Liesebach, wo es dann in wohliger Atmosphäre bei einem Glas Wein und kleinen Käseköstlichkeiten in die letzte Runde ging. Der Vorsitzende des Mühlenvereins überreichte an die Akteure noch eine Flasche kalt gepresstes Rapsöl aus der hiesigen Landschaft. So bleibt das Thema auch zukünftig für die Mühle und für Räbke im Blick. Die Räume zum Wohlergehen kann nun jeder für sich selbst erobern.

Der Arbeitskreis “Innovationen im Ländlichen Raum“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Akademie Abt Jerusalem, der Diakonie im Braunschweiger Land, des Thünen-Instituts sowie des Landkreises Wolfenbüttel.

Einige Eindrücke können Sie über diesen Link verfolgen…

CL

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