Ein lernwilliges Team: AG Blüh reinigt die Nistkästen und macht überraschende Erfahrungen

Beratung unter einer Baumhasel: Wer hat denn da genistet? – Fotos CL

Der frühe Herbst eines jeden Jahres ist die hohe Zeit, sich den Nisthilfen für die heimische Vogelwelt zu widmen. Was nichts anderes bedeutet, als diese zu reinigen.

Fast 20 Nistkästen wurden erstmalig von Kinderpaten am 3. März in Begleitung der AG Blüh aufgehängt, mit dem jeweiligen Vornamen versehen – in einer Namensbandbreite von Zeinab bis Swea. Am vergangenen Samstag (12.10.) war also der Reinigungstag für 14 ausgewählte Nisthilfen gekommen.

Sechs Kinder, begleitet von vier Erwachsenen, drehten eine lockere Dorfrunde mit Leiter und Putzausstattung, nahmen die unterschiedlichen Nistkästen an den Bäumen aus ihren Halterungen, schwangen den Reinigungsspachtel und brachten nach vollendeter Säuberungstat wieder alles an Ort und Stelle an.

Das Nist-Protokoll ist kurz

Spatz oder Meise – Das ist hier die Frage!

Nicht zu vergessen: Es wurden schriftliche Protokolleintragungen zu Belegung, zu vermutlichen Bewohnern und zum Zustand der „Häuschen“ gefertigt. Die fliegenden Insassen enttarnten sich meistens als Meisen und Spatzen, von den Ohrenkneifern mal ganz abgesehen, die wie üblich auf allen Stockwerken ihre Herrschaft ausgedehnt haben. Meisen nisten in Moos und Tierhaaren, Spatzen im trockenen Gras und in Federn.

Und ganz nebenbei wurden Baumbestimmungen am lebenden Objekt durchgeführt, womit ich endlich einmal eine wahrhaftige Baumhasel in der Nähe des Mühlengrabens kennenlernen durfte.

Allerdings gestalteten sich die Protokollnotizen sehr übersichtlich, da 50 Prozent der Nisthilfen nicht belegt waren. Warum wohl? Das wird zu klären sein. Die erste Vermutung: Wir haben sie zu zu spät aufgehängt. Wir geloben Besserung. Jetzt sind sie gereinigt und warten auf ein neues Frühjahr und Bewohner mit zwei Flügeln. Dann werden wir sehen, ob wir in dem ein oder anderen Fall einen neuen Baum als Standort ausgucken müssen.

Getröstet wurden wir durch einen Apfelkuchen von Swantje, deren Inhalt sie während eines Trainingsvorganges von Annegret an der Plantage in Königslutter für die AG Blüh sichergestellt hatte.

CL

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