50 Jahre nach Woodstock: „Braun Sugar“ in Räbke – Sommerfest lebt neu auf

Die Initiative Sommerfest 2.0 hatte „Braun Sugar“ aus Ausleben engagiert und lag goldrichtig. Fotos CL

Alltag in Deutschland: Irgendwann schnappt die demografische Falle oder eine mögliche Überlastung des Ehrenamtes auch in den Vereinen vor Ort zu. Aber es gibt Auswege aus dem Dilemma; jedenfalls in Dörfern, die so oder so ähnlich wie Räbke ticken. Im Jahr 2018 fiel das jährliche Sommerfest auf dem Thie aus. Die Gründe waren nahe liegend: siehe oben.
Mit einem geänderten Format, sehr viel Mut und Engagement wurde am Samstag, 17.08.2019 ein knackiger Start hingelegt, der Mut zur steten Wiederholung macht.

Der Bürgermeister dankt und freut sich. Der „Vorsteher“ geht ins Eingemachte.

„Räbke ohne Sommerfest geht nicht!“

Gruppe von Neubürgern aus Räbke

Bei der Terminplanung von Veranstaltungen in 2019 stand die Idee bereits im November 2018 auf der Tagesordnung. Räbker Neubürger mit Anhang nahmen das „Geschäft“ in ihre Hände – siehe Räbke-BLOG vom 7. August – und starteten mit ideeller Unterstützung des Gemeinderates die Aktivitäten zu einem Sommerfest 2.0 an einem anderen Ort.

Die Idee hat gezündet

Was rausgekommen ist, kann sich sehr wohl sehen lassen. Eine Tagesveranstaltung mit den Schwerpunkten Kinderfest und heiterer, lockerer Abendbegegnung mit Live-Musik, Tanz und Gesprächen am Jugend- und Gästehaus. Von der Verpflegung bis zur Getränkeausgabe blieb alles in der Hand der Organisatoren, die sich das Startkapital durch ihren Einsatz bei der Gewässerwoche Schunter am 18. Mai d. J. redlich verdient hatten. Bürgermeister Rainer Angerstein öffnete seine Privatschatulle, Samtgemeinde Nord-Elm, Gemeinde Räbke und die Kirchengemeinde St. Stephani reicherten den Betrag durch ihre Spenden an. Da jeder der 120 Teilnehmer an diesem Samstag für sein Wohl selber sorgen musste – ohne Freigetränke und Eintritt – ist ein (sehr) positives finanzielles Endergebnis als Basis für 2020 zu erwarten.

Die organisatorische Regie für Aufbau, Durchführung und Abrüsten wurde über das Netz geregelt, und es funktionierte reibungslos. Ja, es gab sogar ein „Familienmitglied“, welches die Zeit nicht abwarten konnte und jeweils eine Stunde früher bei Vor- und Nachbereitung zur Arbeit erschien.

Kinderfest ist ein Muss

Die 40 Kinder erfreuten sich ab 14:30 Uhr an einem Spiele -und Geschicklichkeitsparcours, an der Hüpfburg der Jugendfeuerwehr des Landkreises und, na klar, am Schminken oder besser am Geschminktwerden. Die Eltern und Begleiter bedienten sich zwischenzeitlich am Kuchenbuffet.
Wie so oft, entzückte die Räbker Kuchenspende die Esser und brachte noch Bares für Nicht-Rares ein.

Ab 18:30 Uhr war Stimmung, Musik und Tanz mit „Braun Sugar“ angesagt und auch gewissenhaft durchgeführt. Der Abend oder die Nacht endete (wurde mit versichert) gegen 03:00 Uhr. Es hat sich gelohnt. Man mag der Sommerfest-Initiative 2.0 zurufen: Weiter so. Was soll 2020 eigentlich noch besser werden?

Als Räbker und Räbkerinnen können wir nur dankbar sein. Denn die Ideengeber hatten auch die praktische Arbeit während der Veranstaltung: ein persönlicher Einsatz für das Dorf mit Zukunft! Danke!!

Kein Eindruck täuscht: Prächtiger Start mit dem Betriebssystem 2.0

CL

3 Kommentare
  1. Astrid Schomburg
    Astrid Schomburg sagte:

    „Hut ab „,vor dem Mut der Organisatoren des Sommerfestes, es hat sich gelohnt.Das neue Format bringt frischen Wind in das Gemeinschaftsleben und das ist gut so.
    „Danke“ an alle,macht weiter so und laßt euch nicht entmutigen.

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    • Laurenz Aselmeier
      Laurenz Aselmeier sagte:

      Danke, Astrid, für die positive Rückmeldung. Das und die vielen anderen tollen Feedbacks, die wir bekommen haben, ermutigt uns sehr, weiter zu machen!

      Antworten
  2. Laurenz Aselmeier
    Laurenz Aselmeier sagte:

    Sehr schön geschrieben, Christian!
    Der „Dorffunk“ gibt mir Anlass, an dieser Stelle nochmals zu betonen, was schon oben im Text steht: sämtliche Einnahmen des diesjährigen Sommerfestes bilden Grundstock für künftige Sommerfeste und kommen damit der gesamten Räbker Dorfgemeinschaft zugute.
    Wir, die diesjährige Vorbereitungsgruppe, machen gerne weiter und sind offen für „Neuzugänge“.

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