Der Schatz im Silberdorf

AG Dorfmitte mit Steinmetz und Steinbildhauer Georg Orendi (re.)-Fotos CL

… sind die Menschen

Fast 250 davon, also ein Drittel der Dorfbevölkerung, wollten es an diesem 11. Juli, an einem Donnerstagabend, wissen. Wie hat sich Räbke im Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2017/2019 platziert? Die Nachricht direkt aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium kam am frühen Nachmittag des gleichen Tages über den Ticker: Ministerin Julia Klöckner wird Räbke am 24. Januar 2020 in Berlin mit Silber auszeichnen.

Beteiligung: Note 1 mit * – Nord-Elm-Dörfer halten zusammen

Nicht umsonst legten sich das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr und der Gemischte Chor mächtig ins Zeug. Die Verknüpfung von Ergebnisbekanntgabe und der Einweihung des bei Beginn mit einer Dorffahne verhüllten Steines war ein organisatorischer Volltreffer. Wir hatten auf dem Hof Angerstein unter der Durchfahrt mit gut 120 Personen gerechnet; es wurde das Doppelte. Die Schlachterei Jakobs aus Helmstedt, mit Frau Jakobs an der Spitze, kam im wahrsten Sinne des Wortes in Schweiß. Und ein weiteres Mal spielte Ralf Werner, Hotelchef der Burg Warberg, mit Überzeugung den Samariter, öffnete er doch Jens Schliebs den Flaschenbierkeller der Warberger Burg, da die Räbker Reserven sich dem Ende näherten.

Feierliche Momente


Das Vorwerk der Burg Warberg, nämlich Räbke, dreht gerade den Spieß der Warberger Herrschaft um und übernimmt schleichend die Oberhoheit. Hoffentlich merkt das Ralf Werner nicht, von Bürgermeister Klaus Dieter Blohm ganz zu schweigen. Es spricht für sich, dass sich Nord-Elm-Dörfer so verstehen.
Im Beisein von Jürgen und Friederike Schmidt kam ab 22:00 Uhr das Gerücht auf, dass Lelm der Gemeinde Räbke beitreten will und sich gerade Rat von den Brexit-Umdrehern einholt. In der Stadtverwaltung Königslutter sind die entsprechenden Papiere mit LeBeRä chiffriert, was soviel wie Lelm-Beitritt-Räbke bedeutet. Das Worst-Case-Szenario für die Stadt Königslutter ist uns noch nicht bekannt. Jedenfalls entwickelt sich Räbke immer mehr zu einem Kreisdorf.

Die Spur der Steine an Elm und Schunter

Die Esten haben den politischen Wandel nach 1989/1990 herbei gesungen, wir Räbker haben mit dem Chor und „Am Brunnen vor dem Tore“, „Kein schöner Land“ sowie „Lobe den Herren“ die errungene Silbermedaille und den neuen Stein von Herzen gefeiert.
Bürgermeister Rainer Angerstein und Pröpstin Martina Helmer-Pham Xuan aus Königslutter hatten keine Probleme, mit dem Stein als Vorlage für ihre Ansprachen zu gratulieren und zu einem Weiter-So aufzufordern. Dorfgeschichte, Dorfzukunft und Geschehen in der Bibel gingen eine wertvolle und aussagekräftige Symbiose ein.

Der Weg im Wettbewerb ist fast beendet.

Ehrlich gesagt: Mit einer Nacht Abstand und mehr oder weniger tiefem Schlaf, ist wohl jedem klar geworden, dass wir von Gold träumen durften, aber realistischerweise damit nicht kalkulieren konnten. Bei aller ersten Enttäuschung komme ich zu dem Schluss, dass Silber genau richtig, gerecht und verdient ist. Darauf können wir stolz sein, und zwar ohne Abzüge in der B-Note. Mit Bronze hätte ich Probleme gehabt.
1.900 teilnehmende Dörfer bundesweit, und wir nach den 8 Goldenen an 9. Stelle mit Silber!

Die Suche geht weiter

Das Abfeiern dauerte bis gut 23:00 Uhr, und ehe wir uns versahen, hatte Georg Orendi heute bereits (12.07.) die Inschrift im Stein erweitert: „2019 Bundessieger Silber“ lautet nun ein ergänzender Schriftzug.

Georg Orendi war superschnell.


Wie soll der neue Stein nun heißen? Lindenstein, Steinlinde, Heimatstein, Von-Uns-Stein, Dorfstein, Silberling oder gar Angerstein? Oder doch Räbkestein? Wir freuen uns auf weitere Anregungen.

Presse-Information des Bundeslandwirtschaftsministerium

CL

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