Einen Tag später: Die Unruhe nach dem Ansturm

Bis zur ersten Bratwurst: Warten macht weniger Spaß als Arbeiten – Christian Lubkowitz

Gewohnheitsrecht in der Mühle Liesebach ist, dass am Tag danach wieder alles so blitzt und glänzt wie vor Pfingsten. Das gilt sowohl für den Walzenstuhl, als auch für den Kühlschrank, für den Mühlenhof und Sonstiges. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Nur die diesmal gut 20 Mithelfer sahen grob eingeschätzt so aus wie vor dem Mühlentag, jedenfalls äußerlich. Ansonsten spürte man eine gewisse Gelassenheit und Freude über die Dinge, die sich am Vortag in der Mühle Liesebach ereignet hatten oder geschehen waren. Speziell beim Kassenwart spürte ich neben der Zufriedenheit eine gewisse kreative, Spannung erzeugende Unruhe, ständig auf einem weißen Blatt Papier mit schwarzen Zahlen herum nestelnd. Das muss etwas mit seiner Abrechnungspraxis zu tun gehabt haben. Wir werden ihn interviewen.

Allen anderen Mitmachern und Mitmacherinnen stand beim „Abrüsten“ des Vortages nicht nur der Schweiß im Gesicht, sondern auch der Stolz über eine tolle Veranstaltung, die sich Deutscher Mühlentag nennt. Wir sollten uns bei unserer nächsten Teilnahme wirklich um die bundesweite Auftaktveranstaltung bemühen. Schon, um nicht selber nachzulassen und ein Leitziel anzusteuern!

Absprachen werden planmäßig nicht eingehalten

Der Ordnungs- und Reinigungstag auf der Räbker Mühleninsel begann um 09:30 Uhr am Pfingstdienstag. Eine Arbeitseinteilung konnte leider nicht stattfinden, weil die in Räbke hinlänglich bekannten „Arbeitsstreber“ wahrscheinlich bereits ihre umfassende Wirkungsmacht auf dem Mühlenhof zum Ansatz gebracht haben, als der Verfasser dieser Zeilen nach einer schweren Nacht sich anschickte, seine Zähne in den Tageszustand zu versetzen. Ich will hier ganz bewusst sagen, dass ich den unpünktlichen Beginnern nichts persönlich nachtrage.

Allerdings muss ich eingestehen, dass dadurch das Ende der Aktion so gegen Mittag zügig eingeläutet werden konnte und schon parallel zu den letzten Papiersammelaktionen das Zauberwort „Grill anschmeißen“ über die jetzt saubere Fläche klang. Unsere zwei Jense (Jens²) mussten nicht aus der Arbeit herausgelöst werden; sie verstanden sofort und schlichen sich ohne Aufsehen zu erregen zum Grill. Schnell waren Tische aufgestellt und der Nachverzehr mit Bratwurst, Kartoffelsalat und Torte konnte starten.

Die Leiden des Vorsitzenden

Sven, Klaus, Walter und Jens (v.l.): Die Zuführschnecke der Ölpresse war dicht. Die Sollbruchstelle hatte reagiert – Christian Lubkowitz

Lediglich der Vorsitzende hatte eine Pechsträhne. Nicht nur, dass er den geliehenen Bierwagen nach Fallersleben zurückbringen musste. Er musste auch den Schreck ertragen, eine benötigte Handkurbel nicht am Platz des Geschehens wiedergefunden zu haben. Jens K. erlöste ihn von seinem Bangen und fand das Teil schließlich im Wagen hinter allerlei Gerödel. Alles ist gut auf der Mühleninsel!

CL

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